Lehrerstreik betrifft Berufskolleg in Werne kaum

Protest gegen ungleiche Bezahlung

Am Donnerstag sind auch in Werne die angestellten Lehrer zu Streiks aufgerufen. Sie protestieren unter anderem gegen die ungleiche Bezahlung im Vergleich zu den verbeamteten Kollegen. Auch das Berufskolleg ist betroffen - allerdings bereitet der Schulleitung dort etwas anderes mehr Sorgen.

WERNE

, 04.03.2015, 11:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg Werne

Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg Werne

Von 65 Lehrern am Werner Berufskolleg befinden sich elf im Angestellten-Verhältnis. „Bislang weiß ich nur von einem von ihnen, dass er streiken will“, sagte Schulleiter Helmut Gravert.

Ein Streik hätte für seine Schule am Donnerstag nicht so gravierende Auswirkungen, sagt Gravert: „Einige Lehrer sind im Moment im Schullandheim.“ Außerdem müsste er wegen des Umzuges in die renovierten Räume am Donnerstag und Freitag sowieso einige Klassen abbestellen, sodass sich die Situation für ihn derzeit entspannt darstellt.

60 angestellte Lehrer

Insgesamt gibt es in Werne 232 verbeamtete und 60 angestellte Lehrer. Da verbeamtete Lehrer bekanntlich nicht streiken dürfen, beträfe das Recht der Arbeitsniederlegung nur rund 21 Prozent der Lehrkräfte in Werne. Aber: Auch wenn die Beamten nicht streiken dürfen, so haben sie das Recht, den Vertretungs-Unterricht für ihre streikenden Kollegen zu verweigern. „Damit fungieren sie nicht als Streikbrecher“, erklärt Christian Chmel-Menges, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg.

Lediglich die Aufsichtspflicht dürfe nicht verletzt werden. Ein Lehrer muss also im Klassenraum anwesend sein. Ob er dann allerdings auch Unterricht macht, ist der Lehrkraft selbst überlassen. Reiner Hohl, Vorsitzender der GEW-Ortsgruppe Lünen, Selm, Werne, hofft, dass beim Streik in Unna morgen rund 150 Menschen teilnehmen.

 

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