Lieber längere Bauzeit als Vollsperrung

Lippebrücke

"Vorsichtig optimistisch" können sowohl die Stadt Werne als auch die Stadt Bergkamen der viel diskutierten Erneuerung der Lippebrücke entgegensehen. Das berichtet der Kommunalbetrieb Werne in einer Pressemitteilung.

WERNE/BERGKAMEN

08.03.2013, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Landesbetrieb stellt eine Umfahrung der Lippebrücke während der Bauarbeiten in Aussicht.

Der Landesbetrieb stellt eine Umfahrung der Lippebrücke während der Bauarbeiten in Aussicht.

 „Die Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau haben im Rahmen eines Behördentermines eine Umfahrung während des Brückenneubaus in Aussicht gestellt“, zeigten sich sowohl Bürgermeister Lothar Christ als auch sein Amtskollege auf Bergkamener Seite, Roland Schäfer angesichts des vorläufigen Ergebnisses der Beratungen erleichtert.   Im Rahmen einer Überprüfung durch den Landesbetrieb Straßenbau im vergangenen Jahr war festgestellt worden, dass die Lippebrücke erhebliche Schäden aufweist. Da das Brückenbauwerk insgesamt größere Spannweiten benötige und zudem der Straßenquerschnitt breiter werde, reiche es nicht aus, nur den Überbau zu erneuern. 

Die Vertreter der Städte Werne und Bergkamen hatten daraufhin vehement für eine Umfahrung der Brückenbaustelle im Zweirichtungsverkehr während der Bauphase plädiert. Eine Sperrung sei keinesfalls akzeptabel und keinem Bürger zu vermitteln. Hinzu komme, dass eine angemessene Umleitung – vor allem mit Blick auf den ÖPNV und das Rettungswesen – nicht zur Verfügung stehe.ÖPNV bei Vollsperrung nicht machbar Dieser Argumentation schlossen sich die Vertreter der VKU an. Ein nur halbwegs attraktiver ÖPNV sei bei einer Vollsperrung der Lippebrücke nicht mehr zu gewährleisten und die Kosten für die erforderlichen Umleitungen nicht vertretbar.   Der Landesbetrieb Straßenbau hatte daraufhin die technischen Machbarkeiten ausgelotet – mit positivem Ergebnis für Werne und Bergkamen: „Eine Umfahrung kann in Aussicht gestellt werden, wenn sich im weiteren Planungsverlauf keine unerwarteten Hindernisse ergeben“, lautet nun die entsprechende Einschätzung.   „Selbst eine um rund sechs Monate längere Bauzeit ist  eher hinnehmbar als die im Vorfeld angedrohte Vollsperrung in diesem äußerst sensiblen Straßen- und Brückenbereich“, so Bergkamens Technischer Beigeordneter Dr.-Ing. Peters.   Mit einem Baubeginn kann nach derzeitigem Stand nicht vor Anfang 2015 gerechnet werden, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

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