Löschwasser wurde zur Rutschbahn bei Dachstuhlbrand in Werne

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Als wäre der Dachstuhlbrand an der Danziger Straße am 1. Februar 2012 nicht schon schlimm genug gewesen, musste die Feuerwehr Werne in dieser Nacht auch noch mit den Wetterbedingungen kämpfen.

Werne

, 10.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war klirrend kalt, als am 1. Februar 2012 ein Dachstuhl an der Danziger Straße brannte. Bei Außentemperaturen von minus 15 Grad Celsius verwandelte das Löschwasser die Einsatzstelle in eine einzige Rutschbahn – und einige Feuerwehrleute verletzten sich bei Stürzen auf dem Glatteis.

Feuer hatte sich durch die Dämmung gefressen

„Den Brand bekamen wir einfach nicht gestoppt“, erinnert sich Feuerwehrchef Thomas Temmann. Das Feuer hatte sich so durch die Dämmung des Daches gefressen, dass ein Innenangriff auf das Feuer durch Feuerwehrleute im Haus nicht mehr möglich war. Der Brand konnte somit nur von außen mit reichlich Wasser bekämpft werden – und das gefror fast sofort. „Sogar unsere Funkgeräte waren hinterher eingefroren, so dass die Kommunikation erschwert wurde“, erinnert sich Temmann an eine nervenaufreibende Nacht.

Ein seltener Einsatz

Auch wenn sämtliche Tricks angewendet wurden und viel Streusalz zum Einsatz kam: Gegen die Macht von Eis und Feuer war vor allem Nervenstärke das probate Mittel. Doch zum Glück sind solche sibirischen Temperaturen in Werne eher selten, so dass es wohl nicht allzu oft zu Einsätzen dieser Art kommen dürfte.

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