Sekundarschule in Werne braucht einen neuen Vize-Schulleiter - Schwierige Suche

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Die Bezirksregierung sucht einen stellvertretenden Schulleiter für die Marga-Spiegel-Schule. Bewerbungen für solche Posten gingen „zögerlich“ ein. Doch für die Sekundarschule besteht Hoffnung.

Werne

, 28.11.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Beginn des Schuljahres sucht die Marga-Spiegel-Schule einen neuen stellvertretenden Schulleiter. Nadim Al-Madani, der den Job zuvor innehatte, wurde Schulleiter in Dortmund-Scharnhorst. Dass es nicht einfach wird, die Stelle in Werne neu zu besetzen, berichtet die Bezirksregierung Arnsberg.

„Bei Ausschreibungen für Schulleiter-Posten braucht man ein gehöriges Maß an Geduld und Ausdauer“, erzählt Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg.

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„Leider wird uns nicht die Bude eingerannt. Schulleiter fallen nicht einfach so vom Himmel. Das Interesse ist, nunja, recht verhalten“, fügt er hinzu. Es sei eine sehr persönliche Entscheidung, ob man sich die Verantwortung aufbürden und dafür weniger unterrichten möchte. Viele Lehrer seien mit ihrem Job zufrieden und wollen nicht die Karriereleiter erklimmen.

Was ein Schulleiter können muss

Um Schulleiter zu werden, müsse man laut Söbbeler vor allem Organisationstalent und Management-Qualitäten mitbringen. Ganz wichtig sei aber auch die „Begeisterung für den Umgang mit Menschen.“ Denn gerade der mache auch den „Charme des Lehrerberufes“ aus.

Etwas Berufserfahrung sollte ein Anwärter mitbringen - jedoch freue man sich auch sehr über junge Bewerber. „Die bringen neuen Schwung in die Schule“, so Söbbeler.

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Doch nicht jeder Lehrer kann sich einfach so Schulleiter werden. Wer den Schritt wagt, müsse an einer Schulung teilnehmen und eine Prüfung ablegen, die laut Söbbeler „nicht zu unterschätzen“ sei.

Auf die Stelle an der Marga-Spiegel-Schule haben sich bereits drei Personen beworben. Woher die Bewerber und Bewerberinnen kommen, dürfe Söbbeler noch nicht verraten. Ähnlich sieht es mit dem Einstellungstermin aus: „Ich möchte mich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen.“ Im Laufe des Frühjahres solle die Stelle jedoch besetzt werden.

Einstellungsverfahren ist sehr aufwändig

Dass es bis zur Einstellung noch etwas dauert, läge am Einstellungsverfahren. Das sei sehr, sehr aufwändig und formalisiert. Der Schulträger, der Personalrat, eine Schulkonferenz und die Bezirksregierung müssen Einiges prüfen, damit nicht später gegen die Entscheidung geklagt werden kann.

Söbbeler ist jedenfalls mit den drei eingegangenen Bewerbungen zufrieden: „Das ist ein gutes Ergebnis. Manchmal bewirbt sich auch nur einer oder gar keiner.“

Nicht nur an der Marga-Spiegel-Schule müssen Posten neu besetzt werden: Beate Klink-Schmidt verließ kürzlich die Kardinal-von-Galen-Schule. Klaudia Funk-Bögershausen, Schulleiterin der Wiehagenschule, verabschiedet sich Anfang nächsten Jahres. Die beiden Stellen seien noch bis Mitte Januar ausgeschrieben.

Und dort sähen die Aussichten, schnell einen Nachfolger zu finden, laut Söbbeler wenig rosig aus. Häufig müssten Stellen an Grundschulen mehrfach ausgeschrieben werden. Das läge einerseits an der schlechteren Bezahlung im Vergleich zu anderen Schulformen, aber auch daran, dass sich hauptsächlich Frauen für das Grundschul-Lehramt entschieden.

Den Schulleiter-Posten können sich zwei Anwärter teilen

„Die haben es generell schwerer, sich durchzusetzen und Karriere zu machen“, so Söbbeler. Viele Frauen seien auch nur in Teilzeit tätig und dadurch nur bedingt für einen Schulleiter-Posten geeignet. Unmöglich sei das aber nicht: „Theoretisch können sich zwei Personen die Schulleitung in Teilzeit teilen“, so Söbbeler. Damit möchte das Land den berufstätigen Familien entgegen kommen. Bisher sei diese Möglichkeit aber noch nicht oft in der Praxis zu sehen.

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