Maskenpflicht im Zug: Eurobahn-Betreiber geht konsequent gegen Verweigerer vor

rnÖffentlicher Nahverkehr

Ohne Maske in der Bahn: Es häufen sich Berichte über Verstöße gegen die Maskenpflicht bei der Deutschen Bahn. Auch der Eurobahn-Betreiber Keolis geht konsequent gegen Verweigerer dieser Corona-Regel vor.

Werne, Lünen, Capelle, Ascheberg

, 28.07.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer mit der Bahn oder dem Bus von A nach B kommen möchte, muss eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Seit dem 27. April gilt nicht nur während der Fahrt, sondern auch auf den Bahnhöfen und Gleisen die Maskenpflicht.

Nun häufen sich aber Berichte, dass sich einige Fahrgäste bei der Deutschen Bahn nicht an diese Corona-Regel halten. Auch bei der Eurobahn, die etwa auf der Linie RB50 zwischen Münster und Dortmund verkehrt, gibt es unbelehrbare Fahrgäste. Gegen sie gehen die Verantwortlichen von Keolis als Betreiber der Eurobahn streng vor.

In Härtefällen wird Bundespolizei gerufen

„Sollte die Schutzmaßnahme konsequent vom Reisenden verweigert werden und der Fahrgast trotz der Erklärungsversuche hier kein Einsehen haben, machen wir von unserem Hausrecht Gebrauch“, erklärt Nicole Pizzuti, Keolis-Sprecherin.

In sehr schwierigen Fällen werde demnach die Bundespolizei zur Hilfe gerufen. Dies musste laut Pizzuti bisher jedoch sehr selten erfolgen. Denn in der Regel halten sich die Fahrgäste an die Maskenpflicht, an die mit Durchsagen in den Zügen erinnert wird. Wer die Maske oder einen Schal nicht trägt, werde von den Kundenbetreuern in der Bahn darauf hingewiesen.

Mehr Fahrgäste in der Eurobahn

Immer mehr Bürger nutzen seit der schrittweisen Lockerung der Corona-Regeln laut der Keolis-Sprecherin wieder die Züge der Eurobahn. Zusätzlich bewirken die Sommerferien, dass viele Reisende Tagestouren innerhalb des eigenen Landes vornehmen.

„Urlaub im eigenen Land und/oder Tagesausflüge mit der Bahn sind insbesondere dieses Jahr eine willkommene Abwechslung, können jedoch auch zu erhöhtem Fahrgastaufkommen führen. Am besten ist es, die Fahrten außerhalb der Pendlerfahrten beziehungsweise Hauptverkehrszeiten zu tätigen“, ergänzt Pizzuti.

Nicole Pizzuti, Unternehmenssprecherin von Eurobahn-Betreiber Keolis, gibt Einblick in die Ergebnisse der Kundenumfrage während der Corona-Krise.

Nicole Pizzuti, Unternehmenssprecherin von Eurobahn-Betreiber Keolis, gibt Einblick in die Ergebnisse der Kundenumfrage während der Corona-Krise. © Keolis/Koester Fotografie (A)

Andere Verkehrsmittel während Corona-Pandemie genutzt

Die meisten Fahrgäste der Eurobahn seien während der Pandemie-Zeit auf andere Verkehrsmittel umgestiegen. Das zumindest ist das Ergebnis einer nicht repräsentativen Umfrage von Keolis mit rund 400 Teilnehmern im Juni. Rund ein Drittel der Fahrgäste war zwischen Mitte März und Ende April demnach genauso regelmäßig wie vor der Pandemie in den Eurobahn-Zügen unterwegs, davon die Mehrheit aus beruflichen Gründen.

Während die meisten Fahrgäste während der Pandemie auf andere Verkehrsmittel, wie Pkw, Fahrrad oder Pedelec umgestiegen sind, geben 86 Prozent der Reisenden an, künftig wieder den Öffentlichen Nahverkehr nutzen zu wollen.

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