Maskenpflicht in Bus und Bahn: Stadt Werne stellt 150 Euro Bußgeld aus

rnLandesweite Kontrollen

Auch das Ordnungsamt Werne hat sich am Montag an den Schwerpunktkontrollen der Maskenpflicht in Bus und Bahn beteiligt. Einen vehementen Verstoß hat die Stadt allerdings schon Tage zuvor erlebt.

Werne

, 26.08.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Nordrhein-Westfalen haben am vergangenen Montag (24. August) erstmals landesweite Kontrollen der Maskenpflicht von Verkehrsunternehmen, Ordnungsämtern und Bundespolizei in Bahnen und Bussen stattgefunden, die schon seit Ende April gelten - auch in Werne.

Das Ordnungsamt der Stadt Werne hatte seinen Fokus am Montag gemeinsam mit der Polizei vor allem auf den Busbahnhof und die Haltestellen gelegt. „Das war aber völlig unauffällig“, sagt Frank Gründken vom Werner Ordnungsamt. Die Stadt habe das Ende der Sommerferien zum Anlass genommen, stärkere Kontrollen im Busverkehr durchzuführen, da die Busse vor allem von Schülerinnen und Schülern vor und nach Schulbeginn stark frequentiert werden. „99 Prozent tragen zu diesen Zeiten eine Maske“, sagt Gründken. „Mittlerweile wissen die Schüler, dass wir unterwegs sind.“

Ordnungsamt stellt vehementem Maskenverweigerer Bußgeld aus

So sei der Montag auch nicht der erste Tag gewesen, an dem das Ordnungsamt neuralgische Punkte wie den Busbahnhof kontrolliert habe. Vielmehr sei man schon seit Wochen unterwegs. In einem Fall am vergangenen Freitag hat das Ordnungsamt der Stadt Werne ein Bußgeld von 150 Euro ausgestellt. Die Begründung: Ein Fahrgast am Busbahnhof hatte sich bei einer Kontrolle mehrfach vehement geweigert, eine Maske aufzusetzen, so Gründken.

Generell aber hat Frank Gründken den Eindruck, dass die Notwendigkeit, eine Maske zu tragen, um sich und andere zu schützen, bei den Menschen angekommen ist: „Jeder weiß, wo er eine Maske zu tragen hat.“

Die Bundespolizei in Dortmund, in deren Zuständigkeitsbereich auch der Kreis Unna fällt, hatte ihren Fokus am Montag auf die Bahnhöfe in Dortmund und in Essen gelegt. In den Gängen dort seien viele Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs gewesen, sagt der Pressesprecher der Bundespolizei, Volker Stall.

Land hat Bußgeld Mitte August auf 150 Euro angehoben

Allein die Präsenz von Bundespolizei und Ordnungsamt habe teilweise gereicht, um die Menschen an die Maskenpflicht zu erinnern. An anderer Stelle seien aber auch Bußgeldverfahren durch das Ordnungsamt eingeleitet worden, wenn dieses gemeinsam mit der Bundespolizei bei uneinsichtigen Fahrgästen „nicht weitergekommen ist“, so Stall.

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Am 12. August hatte das Land das Bußgeld für Maskenverweigerer, die der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen und den Bahnhofsgebäuden nicht nachkommen, auf 150 Euro angehoben. Diese können bei Verstoß auch ohne zusätzliche Aufforderung, der Maskenpflicht doch noch nachzukommen, erhoben werden. Auch der Verband „Pro Bahn“ hatte in der Vergangenheit immer wieder Verstöße gegen die Maskenpflicht, vor allem an Haltestellen und beim Betreten und Verlassen von Bahnhofsgebäuden, beobachtet.

Am Montag hatte das NRW-Verkehrsministerium bereits verkündet, landesweit nach vier Stunden Kontrolle 176 Menschen ohne Maske angetroffen zu haben. Das zeige, „dass es trotz tagelanger Ankündigungen nötig ist, an die Solidarleistung zu erinnern, die Maske zu tragen“, so Verkehrsminister Hendrik Wüst.

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