Mehr Briefwähler in Werne als vor fünf Jahren

Frist läuft bis Freitag

Werne hat schon gewählt – zumindest zum Teil: 4165 Menschen hatten am Dienstagvormittag laut Sven Henning vom Wahlamt per Brief bereits ihre Stimme abgegeben. Wer jetzt noch die Unterlagen beantragen möchte sollte sich beeilen. Der Link zur Beantragung der Wahlunterlagen geht spätestens am Donnerstag offline.

WERNE

, 10.05.2017, 05:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rebekka Gumprich, Auszubildende der Stadt Werne, arbeitet im Wahlzeitraum im Briefwahlbüro und erklärt wie die Briefwahl funktioniert.

Rebekka Gumprich, Auszubildende der Stadt Werne, arbeitet im Wahlzeitraum im Briefwahlbüro und erklärt wie die Briefwahl funktioniert.

„Wir liegen jetzt schon über der Zahl von 2012.“ Bei der vergangenen Landtagswahl hatten in Werne 4004 Menschen die Briefwahl in Anspruch genommen. Theoretisch können die Wähler sogar noch am Wahltag selbst Briefwahl beantragen. „Das geht zum Beispiel im Fall einer plötzlichen Erkrankung“, so Henning. Er fügt aber hinzu: „Das sind wirklich nur seltene Ausnahmen.“

Link zur Briefwahl geht bald offline

Die Regel ist eher, dass Briefwahl  – wie in Werne nun schon mehrfach geschehen – deutlich vor dem Wahltermin, in diesem Fall also dem 14. Mai, beantragt wird. „Der Wähler selbst ist dafür verantwortlich, dass er die Unterlagen rechtzeitig bekommt und sie auch wieder termingerecht verschickt“, erklärt Henning. Deshalb werde die Stadt auch den Link zur Bestellung der Briefwahlunterlagen auf ihrer Homepage Mittwoch oder spätestens am Donnerstag offline nehmen. „Ansonsten können wir nicht mehr garantieren, dass die Unterlagen rechtzeitig rausgehen.“

Dann bleibt spätentschlossenen Briefwählern nur noch die Chance, entweder persönlich die Unterlagen im Stadthaus bis Freitag, 12. Mai, 18 Uhr anzufordern – oder am besten direkt im dort eingerichteten Briefwahlbüro die Stimme abzugeben.

Werner Verwaltung könnte Kurswechsel deutlich spüren

Spannend wird die Landtagswahl natürlich auch für die Verwaltung, die Kurswechsel in der Düsseldorfer Politik deutlich zu spüren bekommen könnte. „Wir studieren bereits die Wahlprogramme. Das könnte sehr interessant für uns werden“, erklärte Jugenddezernent Alexander Ruhe im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ein großes Thema sei die mögliche Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren (G9), außerdem könnte sich die Flexibilisierung des Offenen Ganztags auf die Kommune auswirken. „Und natürlich betrifft uns auch alles, was mit inklusiver Beschulung zu tun hat“, so Ruhe.

Die Wahllokale öffnen am Sonntag, 14. Mai, um 8 Uhr. Zehn Stunden später dürften Bürger und Verwaltungsmitarbeiter zumindest ein gutes Stück schlauer sein.

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