Mehr verkaufsoffene Sonntage erlaubt: So geht Werne mit der Neuregelung um

rnEinkaufen in Werne

Verkaufsoffene Sonntage sind bisher nur im Zusammenhang mit Veranstaltungen erlaubt. Doch aufgrund der Corona-Krise lockert das Land NRW nun diese Regelung. Gibt es mehr Sonntagsöffnungen in Werne?

Werne

, 03.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Verkaufsoffene Sonntage sind in NRW eigentlich nur dann erlaubt, wenn die Ladenöffnung im Zusammenhang mit einer Veranstaltung erfolgt. Doch in diesem Jahr sind bereits viele Veranstaltungen in den Innenstädten abgesagt worden. Auch ein verkaufsoffener Sonntag war deshalb nicht mehr möglich. Doch nun hat das Landeskabinett beschlossen, diese Verordnung zu lockern. Demnach sollen vier weitere Termine in diesem Jahr möglich sein. Das könnte auch Auswirkungen auf den Einzelhandel in Werne haben.

Laut NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) könnten mit dem Erlass ausgefallene verkaufsoffene Sonntage nachgeholt werden. In Werne ist bereits die Ladenöffnung zum Auto- und Modefrühling am 5. April ausgefallen. Mit der Neuordnung im Ladenöffnungsgesetz könnten auch in Werne zusätzliche verkaufsoffene Sonntage im zweiten Halbjahr 2020 dazu kommen. Und zwar unabhängig von Veranstaltungen.

Sachgrund für verkaufsoffene Sonntage reicht aus

Ein Sachgrund soll demnach ausreichen, um einen verkaufsoffenen Sonntag durchführen zu können. Dazu gehört das öffentliche Interesse, um ausgefallene Käufe und Umsätze nachholen zu können. Damit sei die Sonntagsöffnung nicht an einen Anlass gebunden. „Das werden wir in dem Erlass zum Ausdruck bringen“, erklärte Pinkwart gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

In Werne möchten die Verantwortlichen zunächst einmal den Erlass mit den Details und Richtlinien abwarten, ehe man in die weitere Planung für verkaufsoffene Sonntage geht.

„Wir würden das aber natürlich ausdrücklich begrüßen, wenn wir verkaufsoffene Sonntage auch unabhängig von Veranstaltungen durchführen könnten, um dem Einzelhandel eine Chance zu geben, Umsätze zu erwirtschaften“, erklärte Carolin Brautlecht, Geschäftsführerin von Werne Marketing.

Werne Marketing hat in Absprache mit den Einzelhändlern vier verkaufsoffene Sonntage für dieses Jahr geplant: zum Auto- und Modefrühling (am 5. April, ausgefallen), Sim-Jü (geplant für den 25. Oktober), zum Martinsmarkt (8. November) und zum Weihnachtsmarkt (6. Dezember).

Der erste Termin allerdings fiel bereits aus, weil der Auto- und Modefrühling abgesagt werden musste aufgrund der Corona-Pandemie. Ob die weiteren Veranstaltungen stattfinden können, ist unklar. Mit dem neuen Erlass könnten aber bei der Absage einer weiteren Veranstaltung dennoch die Geschäfte öffnen.

Weiterer Termin in Werne wird diskutiert

Zunächst einmal werde man deshalb auch die bereits kommunizierten Termine als verkaufsoffene Sonntage anpeilen, erklärt Brautlecht. Ob ein weiterer, zusätzlicher Termin hinzu kommt, ist noch ungewiss. Dies werde man gemeinsam mit den Einzelhändlern von „Wir für Werne“ diskutieren, wenn der neue Erlass in Werne vorliegt.

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