250 Menschen nahmen an der Fahrrad-Demo gegen das geplante Industriegebiet an der Nordlippestraße in Werne teil. © Günther Goldstein
Nordlippestraße

Mit Fotostrecke und Video: 250 Werner protestieren erneut gegen Industrie- und Gewerbegebiet

Für zwei große Demonstrationen hatte das geplante Industriegebiet an der Nordippestraße in Werne bereits gesorgt. Am Sonntag (30. Mai) folgte die nächste - mit rund 250 Teilnehmern,

Ob jung oder alt, ob groß oder klein – NEIN. Ein klares Nein zu dem geplanten Industriegebiet an der Nordlippestraße in Werne. Das kam von den rund 250 Teilnehmern einer großen Fahrraddemo am Sonntagnachmittag (30. Mai). Eingeladen zu der Veranstaltung hatte die Bürgerinitiative „BIN“, der Start zur Rundfahrt war bei der Firma Plaß im Stiegenkamp.

Begrüßt wurden die Teilnehmer vom Vorstand der BI, der sich erfreut zeigte ob der großen Teilnehmerzahl. Damit das gemeinsame Radeln über den Rundkurs auch ohne Probleme ablaufen konnte, war die Polizei mit fünf Beamten, drei Fahrzeugen und einem Krad angerückt.

Fotostrecke

Rad-Demo gegen das geplante Industriegebiet in Werne

Deren Leiter, erster Polizeihauptkommissar Markus Fastnacht, sagte: „Wir begleiten den Tross vorne und hinten und werden an zwei Stellen die Straßen sperren für die Querung der Radler“. Auch das Ordnungsamt stellte drei Mitarbeiter ab, um für die Sicherheit zu garantieren. Sie fuhren am Ende des langen Zuges, der nach hinten abgesichert wurde durch einen Streifenwagen.

Den Anführer, den keiner überholen durfte, machte Polizist Axel Scheunemann mit seinem E-Bike. So ging es in langer Schlange so gut jeder konnte durch den Bereich von Werne, den die Politik demnächst als Industrie- und Gewerbegebiet sehen möchte.

BIN-Mitglied: „Es gibt genug versiegelte Fläche in Werne“

Nach den Vorstellungen der Politik könnten sich hier auf einem Areal von bis zu 58 Hektar Firmen ansiedeln – wobei die Vertreter der Parteien bislang offiziell nur Grünes Licht für die rund 32 Hektar große Fläche nördlich der Nordlippestraße gegeben haben. Die Einzelgrundstücke pro Firma sollen mindestens 5 Hektar groß sein.

„Das wollen wir verhindern“, sagt Axel Kersting vom Vorstand der BIN: „Der Bürgermeister will uns nicht einmal im Detail verraten, an welche Betriebe er dabei denkt. Es gibt genug versiegelte Flächen in Werne, wir brauchen keine Logistikzentren oder Produktionsstätten von auswärtigen Firmen“.

Werne liege schon jetzt deutlich über dem Durchschnitt mit der Anzahl von Industrie- und Gewerbeflächen auf seinem Stadtgebiet. Die Ablehnung des Projektes signalisierten insbesondre viele junge Menschen aus Werne, die an ihren Rädern Fahnen mit Aufschriften mitführten.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Die Welt besteht aus vielen spannenden Bildern, man muss sie einfach nur festhalten.
Zur Autorenseite
Günther Goldstein