Schon viel los auf dem Hagen: Der Aufbau der Sim-Jü-Kirmes in Werne ist bereits gestartet und damit früher als normalerweise. Einige Schausteller können es förmlich kaum erwarten, dass sie ihre Karussells wieder aufbauen dürfen. © Andrea Wellerdiek
Auf dem Hagen

Mit Video: Aufbau der Sim-Jü in Werne beginnt früher als sonst

Nur noch wenige Tage, dann steigt endlich wieder Sim-Jü in Werne. Viele Schausteller sind bereits in der Stadt. Sie haben mit dem Aufbau der Karussells begonnen - früher als in den Vorjahren.

Der Countdown läuft. In wenigen Tagen drehen sich wieder Karussells in Werne und liegt der Duft von Mandeln und Bratwurst in der Luft. Endlich wieder Sim-Jü – heißt es ab Samstag (23. Oktober), 14 Uhr. Normalerweise kommen die ersten Schausteller am Montag vor dem Kirmesstart in Werne an. In diesem Jahr allerdings ist es anders. Zu Beginn der Woche sind bereits die ersten Aufbauarbeiten auf dem Parkplatz Am Hagen gestartet.

Einige Schausteller sind schon seit Tagen in der Lippestadt. Sie warten förmlich darauf, endlich ihre Fahrgeschäfte aufbauen zu dürfen. Schausteller Petter etwa ist bereits seit einer Woche in Werne. Sein Auto-Scooter steht bereits, es stehen nur noch wenige Arbeiten an. So fehlen etwa die „Chaisen“, also die Fahrzeuge, noch.

Riesenrad feiert auf Sim-Jü Kirmes-Premiere in 2021

Ein paar Meter weiter ist auch von dem Riesenrad „Roue Parisienne“ schon viel zu sehen. Eigentlich bauen Schausteller Michael Burghard und sein Team das Fahrgeschäft, in dem man bald in 48 Metern Höhe über die Kirmes schweben kann, ab dienstags auf. Doch in diesem Jahr ist ja bekanntlich alles anders. Erst zum zweiten Mal überhaupt wird das Riesenrad in diesem Jahr aufgebaut.

Normalweise steht es unmittelbar vor der Sim-Jü traditionell auf dem Lukasmarkt in Mayen. Doch weil der Jahrmarkt in Rheinland-Pfalz abgesagt wurde, konnte Burghard mit seinem Team dieses Mal eher nach Werne kommen. „Wir hatten sogar ein Wochenende frei. Dann ist es nicht so stressig wie sonst“, sagt Michael Burghard. Bevor er und sein sechsköpfiges Team das „Roue Parisienne“ in Werne aufbauen, stand es dieses Jahr in dem polnischen Badeort Kolberg, erzählt er.

Die beiden Marktmeister Sven Bohne (l.) und Jürgen Menke begrüßen die ersten Schausteller zur Sim-Jü-Kirmes in Werne.
Die beiden Marktmeister Sven Bohne (l.) und Jürgen Menke (r.) begrüßen die ersten Schausteller zur Sim-Jü-Kirmes in Werne. © Andrea Wellerdiek © Andrea Wellerdiek

Erstmals in diesem Jahr steht das Riesenrad wieder auf einer Kirmes. Die Vorfreude, wieder Kirmes-Luft zu schnuppern, ist dementsprechend groß, liegen doch auch viele Monate der Ungewissheit und des Bangens hinter den Schaustellern. „Wir hoffen, dass der Albtraum jetzt zu Ende ist“, sagt Burghard – wohl stellvertretend für viele seiner Kolleginnen und Kollegen.

Während sich am Hagen bereits zu Beginn der Woche viel getan hat und das Riesenrad dort schon bald in seiner vollen Pracht bestaunt werden kann, folgen die nächsten Plätze sukzessive. So werden der Kurt-Schumacher-Platz und der Parkplatz Auf dem Berg ab Dienstag (19. Oktober) gesperrt. Danach folgen am Mittwoch die Kurt-Schumacher-Straße, Am Griesetorn, Südmauer sowie ab 19 Uhr auch die Steinstraße. Nach und nach entsteht dann aus der Werner Innenstadt eine bunte Kirmes-Landschaft.

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Sim-Jü in Werne: Aufbauarbeiten haben früher als sonst begonnen

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek