Müll statt Idyll

WERNE. Aus mit der Iylle am Moormannteich. Müll und leere Flaschen verunstalten das einst lauschige Plätzchen. Jugendliche treiben dort nachts ihr Unwesen. Die Rest sind am Morgen sichtbar.

24.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eigentlich gehörte der Moormannteich mit Wasserfontäne, Enten und den Ruhebänken am Ufer immer zu den idyllischen Flecken der Lippestadt - zurzeit kann davon aber kaum die Rede sein

Eigentlich gehörte der Moormannteich mit Wasserfontäne, Enten und den Ruhebänken am Ufer immer zu den idyllischen Flecken der Lippestadt - zurzeit kann davon aber kaum die Rede sein

Jeden Morgen sind Wiese, Wege und Horne-Aue mit Flaschen, Dosen und jeder Menge anderen Mülls übersät: Relikte nächtlichen Treibens von Kindern und Jugendlichen, das offensichtlich immer mehr eskaliert. "Am Freitag und Montag war´s wohl besonders schlimm. Das sah anschließend aus wie ein Schlachtfeld", berichtete gestern der Leiter des Aufgabenreichs Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung, Egon Kock (Foto).

Inzwischen liegen der Polizei und dem Ordnungsamt erste Beschwerden vor, der BAK Sicherheitsdienst ist aktiv geworden.

Alkoholmissbrauch

Der Erfolg allerdings war nicht sehr groß. BAK, so Kock, habe zwar die rund 40 Kinder und Jugendliche zum Verlassen des Geländes zwischen Teich und Sozialkaufhaus aufgefordert, doch nur wenig später seien sie zurückgekehrt.

Was Egon Kock besonders schockiert, ist der Alkoholmissbrauch der Gruppe, die sich aus der Altersgruppe der etwa 13- bis 19-Jährigen rekrutiert. Und: "Es ist erschreckend, dass sich die Eltern nicht kümmern, wenn ihre Kinder bis Mitternacht oder noch länger unterwegs sind."

Außerdem ärgert er sich darüber, dass bislang niemand Anzeige gegen diejenigen erstattet hat, die den Kindern und Jugendlichen sogar Hochprozentiges verkaufen.

Streetworker

Kümmern will sich nun aber die Stadtverwaltung: Egon Kock will sich nun mit dem Jugendamt und mit Streetworker Michael Knäpper zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen.

Denn, so Kock, es reiche nicht, ordnungsrechtlich vorzugehen und die Jugendlichen zu vertreiben: "Damit kriegen wir das Problem nicht aus der Welt." Die jungen Leute würden sich dann sicher ein anderes "Plätzchen" suchen.

Kock sieht in dem Verhalten der jungen Leute auch den gesellschaftlichen Aspekt und hofft, dass Michael Knäpper und die ihn unterstützende Praktikantin bei den jungen Leuten einen positiven Einfluss ausüben können. "Wir packen´s an!" zi-

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