Polizei

Mutmaßlicher Werner Tankstellen-Räuber auf Mallorca festgenommen

Ein 28-Jähriger, der unter anderem im Juli eine Tankstelle in Werne überfallen haben soll, sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Zwischenzeitlich war er nach Mallorca geflüchtet.

Von der Tankstelle über den Ballermann in die Untersuchungshaft. Das ist die unrühmliche Route, die ein 28-jähriger Tankstellenräuber eingeschlagen hat. Der Mann soll unter anderem Anfang Juli 2021 auch eine Werner Tankstelle überfallen haben. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg sowie die Kreispolizeibehörden Unna, Hamm und Märkischer Kreis erklärten nun in einer gemeinsamen Pressemitteilung, die Raub-Serie sei geklärt.

Nach einem Raub auf eine Mendener Tankstelle Mitte Juli hatten „umfangreiche Ermittlungen“ die Polizeibeamten auf die Spur eines 28-Jährigen geführt. Nach dem Mann war in den Wochen zuvor per internationalem Haftbefehl gefahndet worden. Mitte August klickten auf Palma de Mallorca dann die Handschellen. Polizei und Staatsanwaltschaft beantragten daraufhin die Auslieferung des Tatverdächtigen. Dies geschah Ende August.

Schwerer Raubüberfall in gleich vier Fällen

„Nach bisherigem Stand der Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Tatverdächtige für drei weitere Raub-Straftaten zum Nachteil von Tankstellen verantwortlich ist“, heißt es in einer Mitteilung von Dienstag (6. September). Dabei geht es um zwei Überfälle in Hamm-Herringen am 11. und 13. Juli sowie um den Fall in Werne am 9. Juli.

Der Mann hatte am 9. Juli die Total-Tankstelle am Autohof in Werne betreten, unter dem Vorwand, eine Zigarettenpackung kaufen zu wollen. Kurz darauf soll er einer Angestellten eine Pistole gezeigt und sie dazu aufgefordert haben, ihm das Bargeld aus der Kasse zu geben. Die Kassiererin weigerte sich jedoch und sagte ihrer Arbeitskollegin, sie solle den Notfallknopf betätigen. Daraufhin flüchtete der Täter.

Gemeinsam mit dem Mendener Fall vom 12. Juli werfen Polizei und Staatsanwaltschaft dem mutmaßlichen Täter nun schweren Raub in vier Fällen vor. Im Falle einer Anklage drohe ihm eine mehrjährige Haftstrafe.