Obwohl mehrere Personen das Wohl eines Mädchens im Haushalt des Vaters stark gefährdet sahen, reagierte das Jugendamt in Werne spät. Bis die Situation eskaliert. Die Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt.
Obwohl mehrere Personen das Wohl eines Mädchens im Haushalt des Vaters stark gefährdet sahen, reagierte das Jugendamt in Werne spät. Bis die Situation eskaliert. Die Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen das Jugendamt. © Andrea Wellerdiek
Kindeswohlgefährdung in Werne

Mutter, Ärzte und Lehrer zeigen Kindeswohlgefährdung an: Jugendamt reagiert erst Monate später

Julia (13) lebt bei ihrem Vater - in Dunkelheit und ohne Schulbesuch. Ihre Mutter ist machtlos. Trotz zahlreicher Hinweise greifen die Behörden in Werne erst ein, als die Situation eskaliert.

Es ist dunkel. Die Fensterläden sind vermutlich seit mehreren Tagen geschlossen. Es gibt keinen Kontakt zur Außenwelt. Der Vater isoliert sich und seine damals 13-jährige Tochter. Die Tochter Julia (Name von der Redaktion geändert) lebt in der abgedunkelten Wohnung, sieht wohl wochenlang kein Tageslicht und geht wochenlang nicht zur Schule. Sie macht wie ihr Vater einen ungepflegten Eindruck. So beschreibt das Jugendamt Werne den Zustand, in dem sich Julia bei ihrer Inobhutnahme befindet.

Ärztin warnt das Jugendamt in Werne ebenfalls

Lage spitzt sich weiter zu

„Schusswaffengebrauch nicht auszuschließen“

Keine Informationen zum Aufenthaltsort der eigenen Tochter

Mädchen ist in einer therapeutischen Wohngruppe

Bewusst Weg in die Öffentlichkeit gewählt

Über die Autorin
Redakteurin
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
Zur Autorenseite

Durchblick am Mittwoch​

Ob Corona, politische Ereignisse oder aktuelle Krisen. Ulrich Breulmann beleuchtet für Sie immer mittwochs die Nachrichten der Woche. Damit Sie den Durchblick behalten.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.