Nach 35 Jahren: Gardinen Dohle in Werne schließt

Geschäftsaufgabe

Vor 35 Jahren hatte es mit dicken Stoffen und viel Spitze angefangen. In wenigen Wochen schließt das Dekorationsgeschäft von Christa und Wolfgang Dohle in Werne. Der Grund: Der wohlverdiente Ruhestand und mehr Zeit für die Enkelkinder. Wir blicken auf die Geschichte der Stoffexperten.

WERNE

, 29.10.2015, 18:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach 35 Jahren: Gardinen Dohle in Werne schließt

Christa Dohle schließt am 15. Dezember ihr Gardinengeschäft am Bült 1 in Werne.

Nach 35 Jahren geben Christa (63) und Wolfgang Dohle (65) zum Jahresende hin (15. Dezember) ihr Dekorationsgeschäft „Gardinen Dohle“ am Bült 1 auf. „Aus Altersgründen“, wie Christa Dohle auf unsere Anfrage sagt. Ihr Mann habe bereits das Rentenalter erreicht und sie stehe kurz davor. „Wir wollen uns mehr um die Enkelkinder kümmern können“, sagt die Raumausstatterin aus Hamm.

In den 35 Jahren habe sich in ihrer Branche viel geändert, sagt sie und denkt an die früheren Trends, als noch Gardinen mit Volants, Bögen und Spitze modern waren. „Heute ist eher das Nüchterne, das Klare gefragt“, meint sie. „Die jungen Leute stehen auf Plissee und Lamellen.“

Der Zufall hatte sie nach Werne gebracht

Die dreifache Menge an Gardinenstoff, die einst angesagt waren, mit dicken schweren Stoffen, sind schon lange aus der Mode gekommen, wie sie feststellt. „Man hängt sich nicht mehr das Fenster zu.“

Durch Zufall hatte es den Raumausstatter-Meister 1981 mit seinem Dekorationsgeschäft nach Werne verschlagen. In der Meisterschule hatte Dohle von dem freiwerdenden Geschäft an der Alten Münsterstraße/Ecke Bült erfahren. Raumausstatter Lenzer zog aus und Gardinen Dohle zog in die Ladenräume am Kino ein.

Vor fünf Jahren dann erweiterte Capitol seine Kinoräume und Dohle zog an den Bült 1. Und genau dort werden sie am 15. Dezember ihren letzten Arbeitstag verbringen. 

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