Der Film „An den Ufern der Lippe“ zeigt einzigartige Bilder an und in der Lippe

Naturfilm in Werne

Den 16. April sollten sich die Lippe-Anrainer im Kalender markieren. Dann zeigt der WDR den Film „An den Ufern der Lippe“. Auch in Werne hat Ulf Marquardt spektakuläre Aufnahmen gedreht.

Werne, Lünen, Selm

, 11.04.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Film „An den Ufern der Lippe“ zeigt einzigartige Bilder an und in der Lippe

Ulf Marquardt hat für seinen Lippefilm entlang des Flusses gedreht - auch in Werne. Hier die überfluteten ehemaligen Rieselfelder vor dem Kraftwerk Heil. Den Film „An den Ufern der Lippe“ strahlt der WDR am 16. April, um 20.15 Uhr aus. © Ulf Marquardt

Zwei Jahre lang haben die Aufnahmen für den Naturfilm „An den Ufern der Lippe“ gedauert. Im Oktober 2018 haben Filmmacher Ulf Marquardt und sein Team das Werk fertiggestellt. Nun zeigt der WDR den Lippe-Film am Dienstag, 16. April, ab 20.15 Uhr. Anwohner der Lippe sollten sich den Termin dick im Kalender markieren.

Der Naturfilmer Marquardt verspricht den Zuschauern spektakuläre Filmaufnahmen. Vor allem die Bilder in dem Fluss, die das Team aufgrund einer Sondergenehmigung drehen durfte, haben den 54-Jährigen beeindruckt.

„Da konnte man sehr viele Fische und spannende Unterwasserwelten sehen“, sagt Marquardt, der seit 20 Jahren Naturfilme dreht und schon mit Haien, Delfinen und Seekühen getaucht ist. Der Film beschreibt laut Marquardt eine Reise entlang der Lippe mit einer beeindruckenden Natur.

Der Film „An den Ufern der Lippe“ zeigt einzigartige Bilder an und in der Lippe

Auch viele Tieraufnahmen aus nächster Nähe sind in dem Film zu sehen. © Ulf Marquardt

Für die Aufnahmen war der gebürtige Lüdinghauser entlang der Lippe unterwegs. In Werne etwa hat er an insgesamt vier Tagen Halt gemacht. An seiner Seite war da auch der heimische Ornithologe Klaus Nowack. „Er kennt sich wirklich super aus. Mit ihm war ich in den Rieselfeldern unterwegs“, erzählt Marquardt.

Die beiden Naturfreunde kennen sich schon länger. Über die Biologische Station in Bergkamen sei der Kontakt damals entstanden, erzählt Nowack. Gemeinsam haben sie dann die Rieselfelder besucht und „standen mit Gummistiefeln im Schlamm“, wie Nowack mit einem Schmunzeln erzählt.

Der Film „An den Ufern der Lippe“ zeigt einzigartige Bilder an und in der Lippe

Der Ornithologe Klaus Nowack aus Werne hat Ulf Marquardt begleitet und seltene Aufnahmen - wie diese Blässgänse - mit der Fotokamera festgehalten. © Klaus Nowack

Seltene Tieraufnahmen

Auch am Wehr in Werne waren Ulf Marquardt mit der Filmkamera und Klaus Nowack mit der Fotokamera im Einsatz. „Dort haben wir seltene Blässgänse aus nächster Nähe gesehen“, erzählt Nowack. Misserfolg gehörte allerdings auch dazu. „Wir wollten auch Kiebitze filmen, aber die haben uns eigentlich nur den Rücken zugedreht, sodass diese Sequenzen nur kurz im Film vorkommen“, sagt Ulf Marquardt.

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Der 45-minütige Film „An den Ufern der Lippe“ soll auch zeigen, wie sich das Gewässer verändert hat. Ulf Marquardt muss es wissen. Er kennt die Lippe sehr gut. Er ist in Lüdinghausen geboren, in Lünen zur Schule gegangen und hat in Selm gewohnt. Seine Frau kommt aus Werne.

„Vor 30 Jahren war es noch ein Drecksgewässer. Wir sind früher in jeden Kanal gesprungen, aber nicht in die Lippe. Heute ist es ein sauberer Fluss, in dem man von der Wasserqualität her prima baden könnte, wenn die Lippe nicht fast überall unter Naturschutz stehen würde. Das hat mich sehr beeindruckt. Das hätte ich nie gedacht“, sagt der Naturfilmer.

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