Neubau Solebad: Grünes Licht für Finanzplan

Tagung des Bad-Betriebsausschusses

Die Abrissarbeiten des alten Werner Solebads sind abgeschlossen und der offizielle Spatenstich zum Neubau wurde am Dienstag vollzogen. Die Mitglieder des Bad-Betriebsausschuss haben zu diesem Anlass getagt und sind zufrieden: Der Finanzplan steht. Aber es gab auch Protest gegen den Neubau.

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, 15.03.2017, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
In ungewohnter Kulisse, nämlich dem alten Cafe Sole im noch benutzten Hallenbad, tagte am Dienstag der Betriebsausschuss für den Bäderbetrieb.

In ungewohnter Kulisse, nämlich dem alten Cafe Sole im noch benutzten Hallenbad, tagte am Dienstag der Betriebsausschuss für den Bäderbetrieb.

Die Stimmung war aufgeräumt in der politischen Sitzung. Schließlich hatten die Mitglieder des Bad-Betriebsausschusses gerade den offiziellen Spatenstich zum Neubau des Natursolebades erlebt. Die Freude setzte sich in der anschließenden Sitzung fort, trotz der kleinen Protestaktion während des Spatenstichs.

Verantwortlich für die aufgeräumte Stimmung war Daniela Kersting vom Büro Constrata. Sie referierte über den aktuellen Sachstand des Bad-Neubaus und verglich ihn mit einer Ampel. Gute Nachricht: „Alle zeigen Grün.“ Das gelte vor allem für die Finanz- und Zeitplanung. SPD-Ratsherr Ulli Höltmann sagte erleichtert: „Das sind heute sehr erfreuliche Nachrichten.“

Den Spatenstich nahm der Ausschuss zum Anlass, direkt am Bau-Projekt zu tagen: nämlich im alten Café Sole mit Panoramablick auf die Baustelle des Bades. Die Abrissarbeiten sind abgeschlossen, „und wir befinden uns gerade in der Ausschreibungs- und Vergabeplanung“, sagte Kersting. Sie arbeitet für das Projektsteuerungs-Büro Constrata, das im Auftrag der Stadt darauf achten soll, dass die Kosten für den Neubau nicht aus dem Ruder laufen.

Das tun sich aktuell nicht, wie Frank Gründken vom Bäderbetrieb dem Ausschuss erklärte: „Wir liegen genau bei 16 Millionen Euro und damit in der Mitte des Kostenrahmens von 15 bis 17 Millionen Euro.“

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Protestaktion beim Solebad-Spatenstich

Für einen Protestzug gegen den Abriss des Natursolebades war es zu spät. Und dennoch nutzten am Dienstagnachmittag etwa ein Dutzend Demonstrierender den offiziellen Spatenstich für den Bad-Neubau zu einer Mahnwache. Auf ihren Bannern stand: „Ihr habt unser Solebad zerstört! Was gibt es hier zu feiern?“
14.03.2017
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Zum offiziellen Spatenstich für das neue Natursolebaed hatten Vertreter der Stadt, Parteien, des Planungsbüros Geising und Böker sowie Constrata eingeladen.© Foto: Helga Felgenträger
"Ihr habt uns das Solebad zerstört! Was gibt es da zu feiern?", stand auf den Bannern der Protestler.© Foto: Helga Felgenträger
"Ihr habt uns das Solebad zerstört! Was gibt es da zu feiern?", stand auf den Bannern der Protestler.© Foto: Helga Felgenträger
Bürgermeister Lothar Christ lud die Protestierenden zu einem Gespräch ins Stadthaus ein.© Foto: Helga Felgenträger
Mit ihren blitzblanken Spaten hoben die Vertreter der Stadt, Parteien, des Planungsbüros Geising und Böker sowie Constrata zum offiziellen Spatenstich für das neue Natursolebad an.© Foto: Helga Felgenträger
Zum offiziellen Spatenstich für das neue Natursolebaed hatten Vertreter der Stadt, Parteien, des Planungsbüros Geising und Böker sowie Constrata eingeladen.© Foto: Helga Felgenträger
Zum offiziellen Spatenstich für das neue Natursolebaed hatten Vertreter der Stadt, Parteien, des Planungsbüros Geising und Böker sowie Constrata eingeladen.© Foto: Helga Felgenträger
Daniela Kersting vertrat das Büro Constrata.© Foto: Helga Felgenträger
Neue Spaten hatte die Stadt für den offiziellen Akt angeschafft.© Foto: Helga Felgenträger
Beim offiziellen Spatenstich hatte sich ein Dutzend Protestler im Solebad eingefunden.© Foto: Helga Felgenträger
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Daniela Kersting machte den Politikern Hoffnung, dass das auch so bleiben könnte. „Von den insgesamt veranschlagten reinen Baukosten über 12,8 Millionen Euro vergeben wir jetzt kurzfristig 7,8 Millionen an Aufträgen.“ Damit sei eine Kostensicherheit für „65 Prozent der Baukosten“ hergestellt.

Es soll gespart werden, auch im Detail

Dass man auch im Detail auf Sparen getrimmt ist, brachte eine Anfrage von CDU-Vertreter Jürgen Regener an den Tag. Der wollte wissen, ob man schon die beiden höhenverstellbaren Böden, sogenannte Hubböden, im neuen Bad ausgeschrieben und für welches System man sich entschieden habe.

 

So könnte ein Hubboden im neuen Werner Solebad aussehen.

 

Habe man tatsächlich schon gemacht, weil jetzt schon im Rohbau die statischen Grundlagen für die Hubboden-Mechanik gelegt werden müssten. Man habe sich aber nicht für ein Seilsystem, sondern einen Scherenhubboden entschieden, „und der ist 20.000 Euro günstiger“, sagte Badleiter Jürgen Thöne.

Im anschließenden nichtöffentlichen Teil der Sitzung ließen sich die Mitglieder unter anderem Details der Innenraumgestaltung vom Architekten erläutern. Welche Fliesen, welche Farben und so weiter geplant sind, will die Stadt in den nächsten Wochen öffentlich machen.

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