Neue Räume für die Barbaraschule kommen per Laster

WERNE Zwei neue Räume hat die Barbaraschule bekommen - per Laster aus Tschechien. Doch die Anfahrt für den 12-Tonner aus dem Osten erwies sich als Millimeterarbeit. Enge Straßen und dicht gewachsene Hecken. Für Vertreter von Schule und Hochbauamt wurde der Anbau zur Nervenprobe.

von Von Helga Felgenträger

, 22.07.2008, 13:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wendelin Jücker konnte die "ganze Nacht nicht schlafen". Der Leiter des Werner Hochbauamtes erwartete für Dienstagmorgen einen Schwertransport aus Tschechien mit zwei großen Raumzellen für die Barbaraschule.

Ein Schwerlastkran sollte die beiden Teile, jeweils dreieinhalb Tonnen schwer, über das Dach der Schule heben.

Echte Maßarbeit

"Kein leichtes Unterfangen", sagte Jücker noch am Tag zuvor. Die Einfahrt neben der Schule sei für den LKW zu eng und die Durchfahrt durch den Beckingsbusch mit seinen engen Wohnstraßen könnte für den Transporter ein unlösbares Problem werden.

Doch weit gefehlt. Alle Sorgen umsonst. Als die Mitarbeiter der Stadt Werne gestern Morgen auf der Baustelle eintrafen, stand der 12-Tonner mit voller Beladung seelenruhig auf dem Schulhof.

Göttlich gefahren

"Wie ein junger Gott fuhr er durchs Baugebiet", schwärmt Hubert Schwichtenhövel, Hausmeister der Schule. Er fuhr zufälligerweise hinter dem geschmeidigen LKW-Tandem her.

Keinem Pflänzchen, keiner Hecke, keinem Bordstein hat er was zu leide getan, beobachtete Schwichtenhövel. Ein wahres Wunder, staunte Wendelin Jücker.

Ende gut, alles gut

Nach den Sommerferien wird von den Aufregungen nichts mehr zu sehen sein. Dann finden die Schüler der Ganztagsschule zwei neue Räume für ihren Bootsbau vor, finden Lagerfläche für Holz und Boote und können mit dem Werkeln des nächsten Bootes beginnen.

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