Neuer Pächter für Kolpinghaus in Werne gesucht

Betreiberin steigt aus

Vor fünf Jahren hatte Anke Ernst noch den Pachtvertrag für das Kolpinghaus an der Alten Münsterstraße in Werne verlängert. doch ein weiteres Mal kam das für sie nicht infrage. Die Stadt erwägt nun, den Saal vom übrigen Betrieb - Gaststätte, Hotel und Biergarten - getrennt zu vermarkten. Keine gute Lösung, meint die Kolpingsfamilie.

WERNE

, 26.01.2017, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für das Kolpinghaus wird ab November dieses Jahres ein neuer Pächter gesucht. Betreiberin Anke Ernst hat den Pachtvertrag, der im Oktober ausläuft, nicht verlängert.

Für das Kolpinghaus wird ab November dieses Jahres ein neuer Pächter gesucht. Betreiberin Anke Ernst hat den Pachtvertrag, der im Oktober ausläuft, nicht verlängert.

Gründe für den Ausstieg nach nunmehr zehn Jahren mochte die bisherige Pächterin des Kolpinghauses, Anke Ernst, nicht nennen. „Ende Oktober laufen die Verträge aus“, sagt die gelernte Köchin. "Ich habe fristgerecht gekündigt.“ Der Kolpinghaus-Betrieb sei vergleichbar mit einem mittelständischen Unternehmen, stellt sie fest. Etwa 40 Mitarbeiter, Voll- und Teilzeitkräfte sowie Aushilfen gehörten zum Mitarbeiterstamm.

Die Wirtin führte den kompletten Betrieb – von der Saalbewirtung (1500 Quadratmeter) bis zur Hotelvermietung (16 Zimmer), täglich hatte sie ab 16 Uhr geöffnet. „Es ist kein 400-Euro-Job“, meint die gelernte Köchin, die vor zehn Jahren aus dem Kreis Detmold nach Werne gezogen war und die letzten beiden Jahre den Betrieb alleine führte.

Laut der Stadt Werne sei es nicht ausgeschlossen, dass der Saal getrennt vom übrigen Betrieb vermietet wird. Das Saalgebäude war 1997 neu errichtet worden. „Ein Interessent hat sich bei uns gemeldet, den Saal alleine betreiben zu wollen“, sagt Frank Adamietz, Geschäftsführer des Kommunalbetriebs Werne. Grundsätzlich sei die getrennte Vermietung denkbar. Auch von der technischen Seite lassen sich beide Bereiche gut voneinander trennen.

Restaurant in Hinblick auf Saalbewirtung gebaut 

Für die Kolpingsfamilie wäre die getrennte Bewirtschaftung keine gute Lösung, wie Christoph Böckenbrink, Vorstandsmitglied des Trägervereins Kolpinghaus Werne, mitteilt. „Die Restaurant-Küche ist damals im Hinblick auf die Saalbewirtschaftung mit Absicht so groß gebaut worden“, sagt er.

Von der Kündigung wusste der Trägerverein zwar schon seit dem vergangenen Jahr, doch mit der Vermarktung habe man noch nicht beginnen können. „Wir warten erst mal ab, wie sich die Stadt entscheidet“, sagt er. Abstimmungsgespräche darüber seien geplant.

Das Kolpinghaus - ein großer Betrieb
- Das Kolpinghaus umfasst Restaurant, Hotel und Biergarten sowie die beiden Säle im hinteren Bereich.
- Eigentümer des Saals ist die Stadt Werne, während Gaststätte, Hotel und Biergarten dem Trägerverein „Kolpinghaus Werne e.V.“ gehören.
- Nach der Kündigung des Pachtvertrags erwägt die Stadt Werne, den Saal getrennt vom übrigen Bereich zu verpachten.
- Der Stadt liegt ein Interessent für den Saal vor.

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