Neues Schild an der Schlagt mutwillig beschädigt

Vandalismusfälle melden

Nicht einmal 48 Stunden waren dem neuen Informationsschild an der Lippe beschieden. Dann haben Unbekannte zerstört, was Bürgermeister Lothar Christ feierlich eingeweiht hatte: das jüngste Beispiel für zunehmenden Vandalismus in der Stadt.

WERNE

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 09.09.2013, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Passanten hatten nicht nur die Stadtverwaltung informiert über das Zerstörungswerk. Sie hatten auch versucht, die Folie notdürftig wieder zu flicken: vertane Müh‘. „Die Tafel muss komplett erneuert werden“, sagt Gisbert Bensch vom Bauamt. Er habe dem Förderverein des Stadtmuseums, der auch schon die erste Tafel finanziert habe, geraten, diesmal eine Plexiglasscheibe vor die Infotafel zu setzen. Die mache es Vandalen zumindest schwerer. Ganz aufhalten ließen sie sich aber nie. Ob die Zahl mutwilliger Beschädigungen gestiegen ist? Bensch meint Ja. Ihm fallen spontan eine ganze Reihe von Beispielen dafür ein: die Aufkleberflut auf Verkehrsschildern, die Farbschmierereien auf dem Pflaster in der Fußgängerzone, die zunehmende Vermüllung öffentlicher Plätze und die wilden Müllkippen in der freien Natur. „Die Disziplin lässt insgesamt zu wünschen übrig“, stellt er fest.

Die „gefühlte“ Verschlechterung der Situation deckt sich nicht mir der tatsächlichen Entwicklung, wie Polizei-Pressesprecherin Ute Hellmann erklärt. Zwischen Januar und August 2012 habe die Polizei in Werne 192 Sachbeschädigungen gezählt, sagt sie. „Im gleichen Zeitraum dieses Jahres waren es 149“ – mehr als 20 Prozent weniger. „Und davon haben wir jede vierte Tat aufklären können.“

Viele Sachbeschädigungen kommen allerdings gar nicht erst zur Anzeige. Dazu gehört auch die Zerstörung des Lippe-Schildes. Die Aussicht auf Erfolg sei ebenso gering wie der materielle Schaden, so Bensch. Ute Hellmann widerspricht: Jeder Gang zur Polizei lohne sich: „Wer sieht, wie andere etwas kaputt machen, ruft am besten sofort an.“

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