Oldtimer-Treff am "Zum letzten Wolf" wird beendet

Neue Auflagen

Seit knapp zehn Jahren kommen zwischen März und Oktober an jedem dritten Mittwoch im Monat Scharen von Oldtimer-Freunden mit ihren Schmuckstücken auf das Außengelände des früheren Lokals „Zum letzten Wolf“ an der B54 zwischen Werne und Herbern. Nun ist damit Schluss - aufgrund neuer behördlicher Auflagen.

WERNE

, 19.05.2016 / Lesedauer: 2 min
Oldtimer-Treff am "Zum letzten Wolf" wird beendet

Szenen vom wohl letzten Oldtimer-Treffen am Mittwoch, 18. Mai. 2016, auf dem Gelände rund um den letzten Wolf.

Ein kleiner Zettel an der Tür des Letzten Wolfs sorgte am Mittwoch für traurige Gesichter bei den Oldtimerfreunden. „Leider findet das Klassik- und Oldtimer-Treffen heute das letzte Mal statt“ war darauf zu lesen. Zudem ein Dank für die jahrelange Treue vonseiten der Familie Hammwöhner, deren Pachtvertrag für das Gebäude noch bis 2019 läuft.

Und ein Hinweis auf den Grund für die Absetzung der beliebten Veranstaltung, bei der in Spitzenzeiten bis zu 500 historische Fahrzeuge zu sehen waren: neue behördliche Auflagen.

Bereich liegt im Landschaftsschutzgebiet

Dies bestätigte Christoph Hüsing, Pressesprecher des Kreises Coesfeld, auf Anfrage: „Es handelt sich bei diesem Bereich um ein Landschaftsschutzgebiet. Behelfsparkplätze – wie etwa auf einer Weide – sind in solchen Bereichen oft problematisch.“ Zwar habe es kürzlich eine Ortsbegehung und Diskussionen gegeben, doch wolle er nicht im Detail auf die Situation eingehen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Eindrücke Oldtimer-Treff in Werne im April 2015

Oldtimer-Treff auf dem Außengelände des Restaurants "Zum letzten Wolf": Seit 2006 kommen zwischen März und Oktober an jedem dritten Mittwoch im Monat Oldtimer-Freunde aus der Region hier zusammen und präsentieren ihre Schätzchen. Wir waren beim ersten Treffen der Saison dabei.
16.04.2015
/
Interessantes Detail: Dieses amerikanische Polizeiauto hat vorne einen Vorbau, mit dem es Autos, die verfolgt werden, notfalls von der Fahrbahn drängen kann - in Deutschland beim Polizeieinsatz unvorstellbar.© Foto: Sylvia vom Hofe
Chromblitzende Schönheiten geben sich die Ehre.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Blick unter die Haube.© Foto: Sylvia vom Hofe
Luftgekühlter Boxermotor, 25 Pferdestärken: Die Betrachter des etwa 65 Jahre alten VW-Bullis flüstern die technischen Details bewundernd.© Foto: Sylvia vom Hofe
Rund 400 Oldtimer haben das Treffen angesteuert - eine Folge des tollen Wetters, wie Organisatorin Teresa Hammwöhner meint.© Foto: Sylvia vom Hofe
Die Weide wird zum Laufsteg für Auto-Schönheiten. Rund 400 Oldies haben am Mittwoch dort geparkt.© Foto: Sylvia vom Hofe
Ein echter Straßenkreuzer.© Foto: Sylvia vom Hofe
Bezinsparend ist der Mustang nicht, aber schön.© Foto: Sylvia vom Hofe
Gelegenheit zum Fachsimpeln gibt es jede Menge beim Oldtimertreffen beim "Letzten Wolf" an der B54 zwischen Werne und Herbern.© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Opel GT-E stammt aus dem Jahr 1978. Heinrich Westhues hat ihm in langer Arbeit heutige Schönheit verschafft. Besonderer Hingucker: der 16-Ventil-Motor, den Westhues nachträglich eingebaut hat.© Foto: Sylvia vom Hofe
Welche Schätzchen auf der Wiese parken, wissen die Besucher des Oldtimertreffs. Nur vorsichtig schauen sie in die polierten Autos.© Foto: Sylvia vom Hofe
Badewanne auf der Wiese. Dieser Ford Taunus stammt aus der 1960 vorgestellten Baureihe.© Foto: Sylvia vom Hofe
Nutzfahrzeuge und Trecker runden das Angebot ab.© Foto: Sylvia vom Hofe
Nicht nur Auto-, sondern auch Zweiradfreunde treffen sich regelmäßig auf der Freifläche neben dem Restaurant "Zum letzten Wolf".© Foto: Sylvia vom Hofe
Der Admiral, das Opel-Spitzenmodell der Vorkriegsära, wurde ab 1964 wieder gebaut.© Foto: Sylvia vom Hofe
Schlagworte Werne

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Oldtimer-Treff am Lokal Zum letzten Wolf im Mai 2014

Einmal im Monat trifft sich die Oldtimer-Gemeinde aus der Region auf einer Wiese am Lokal Zum letzten Wolf. Bei schönem Wetter sind dort Hunderte von Autos, Traktoren und Motorräder zu sehen.
22.05.2014
/
Gutes Wetter, volle Wiese. Viele Neugierige schauten sich die mehr als 200 Autos an.© Foto: Jörg Heckenkamp
Verkaufsgespräche: Frank Gerbe (l.) hat Interesse an dem Volvo Amazon, Baujahr 1968, von Andreas Schmimmelpfennig aus Bochum.© Foto: Jörg Heckenkamp
Schön, der Fiat 500 Abarth - aber für Bernd Röhrig aus Selm deutlich zu klein.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die außergewöhnlichen Fahrzeuge wie dieser Morgan fanden viele Bewunderer.© Foto: Jörg Heckenkamp
Da schaut man gerne näher hin: ein Rolls Royce.© Foto: Jörg Heckenkamp
Wirtin Teresa Hammwöhner zeigt auf den Anschlag mit den Terminen. Jeden dritten Mittwoch im Monat treffen sich die Fans am letzten Wolf an der B54.© Foto: Jörg Heckenkamp
Übersichtliches Cockpit im Fitat 500.© Foto: Jörg Heckenkamp
Hier handelt es sich sogar um die Luxus-Edition.© Foto: Jörg Heckenkamp
Fronttürler: Der Einstieg in die BWM-Isetta funktioniert von vorne.© Foto: Jörg Heckenkamp
Das leuchten Männer-Augen: Der wuchtige Tourenwagen American LaFrance, Baujahr 1916, war von Fans umlagert. Vor allem, als sein Besitzer mal den Motor startete.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Riley-Sportwagen von 1936 glänzt in edlem Bronzeton.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der Riley-Sportwagen von 1936 glänzt in edlem Bronzeton.© Foto: Jörg Heckenkamp
Auch altes Landwirtschafts-Gerät war zu sehen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Auch altes Landwirtschafts-Gerät war zu sehen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Roller-Herrlichkeit: ein Heinkel Tourist.© Foto: Jörg Heckenkamp
Maico Masjoshuesmann macht sich für eine Spritztour mit seiner BMW R60 aus dem Jahre 1972 bereit.© Foto: Jörg Heckenkamp
Zwischendurch eine kleine Pause.© Foto: Jörg Heckenkamp
Schlagworte Herbern

Während die Familie Hammwöhner nicht für eine Stellungnahme zu erreichen war, zeigten sich die Oldtimer-Liebhaber enttäuscht. „Das ist wirklich schade. Vor allem, weil es meines Wissens keinen alternativen Platz in dieser Größe gibt“, erklärte Theo Wellmann, der die Veranstaltung vor zehn Jahren ins Leben gerufen hatte, auf Anfrage unserer Redaktion.

Ende schon länger befürchtet

Befürchtet hätten er und seine Mitstreiter ein solches Ende aber schon länger. „Allerdings nicht wegen der Oldtimer auf dem Feld, sondern eher aufgrund der parkenden Besucherfahrzeuge am Straßenrand“, so Wellmann. Schließlich hätten diese in einigen Fällen durchaus eine Verkehrsgefährdung darstellen können.

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt