Frank Gründken, hier bei einer Pressekonferenz der Stadt am 13. März 2020, leitet den Werner Krisenstab. © Jörg Heckenkamp
Corona-Virus in Werne

Ordnungsamt Werne zu den neuen Corona-Regeln in NRW

Bund und Länder haben sich für 2G-Regeln entschieden, am späten Freitagnachmittag dann veröffentlichte das Land die für NRW-Gemeinden und Städte relevante neue Landeschutzverordnung.

Bund und Länder haben am Donnerstag (2. Dezember) bundeseinheitliche Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus beschlossen. Unter anderem die 2G-Regel im Einzelhandel – Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte sind ausgenommen. Noch am Freitagnachmittag wurde die neue Coronaschutzverordnung für NRW veröffentlicht, die neben den Bundesvorgaben weitere Coronamaßnahmen für das Land NRW beinhaltet.

Kurz vor dem Freitagmittag hatte das Ordnungsamt in Werne vom Land noch nichts Näheres zu den neuen NRW- und damit auch den Regeln für die Städte und Gemeinden gehört, wie Ordnungsdezernent Frank Gründken auf Nachfrage mitteilte.

Ordnungsamt kontrolliert Kontrollen der Restaurants

Am Freitagnachmittag dann erschien die neue Verordnung – mit Gültigkeit ab Samstag. „Ich finde das eine Frechheit“, sagte Gründken auf Nachfrage am Freitagnachmittag. Seit Wochen werde über die Schutzverordnung diskutiert und nun veröffentliche man sie mit Gültigkeit binnen weniger Stunden.

Entsprechend habe er wegen Terminen am Freitag noch keine Zeit gehabt, in die neue Schutzverordnung zu schauen, geschweige denn über möglicherweise kurzfristig nötige Maßnahmen mit dem Ordnungsamtsteam zu sprechen.

Das Ordnungsamt geht seit Kurzem in Restaurants und künftig vielleicht auch in Einzelhandelsgeschäfte, um den Impf- oder Genesenenstatus der Gäste bzw. Kunden zu kontrollieren, so die Überlegungen am Freitagmorgen. „Wir kontrollieren, ob die jetzt kontrollieren“, sagt Gründken. Sollte dort jemand mit fehlendem Nachweis auffallen, wäre das ein Beweis dafür, dass die Inhaber ihrer Kontrollpflicht nicht nachkommen.

Vorab hatte sich das Ordnungsamt nicht mit möglichen zusätzlichen Kontrollaufgaben befasst. Denn man müsse erst einmal schauen, was in der neuen Verordnung drinstehe, so Gründken am Freitagmorgen. Aber: „Da haben wir mittlerweile so viel Erfahrung und Routine.“

Über die Autorin
Redakteurin
Gebürtige Münsterländerin, seit April 2018 Redakteurin bei den Ruhr Nachrichten, von 2016 bis 2018 Volontärin bei Lensing Media. Studierte Sprachwissenschaften, Politik und Journalistik an der TU Dortmund und Entwicklungspolitik an der Philipps-Universität Marburg. Zuletzt arbeitete sie beim Online-Magazin Digital Development Debates.
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Eva-Maria Spiller

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