Pater Suitbert im Gedankenaustausch zum Glauben mit der Kolpingsfamilie

WERNE Zu einem Austausch der Gedanken zum christlichen Glauben trafen sich die Kolpingsfamilie mit dem Kapuzinerpater Suitbert im Kloster. Hier fand eine angeregte Diskussion, auch zum christlichen Miteinander, statt.

von Von Mareike Kneip

, 23.01.2009, 12:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pater Suitbert Telgmann reflektierte mit Mitgliedern der Kolpingsfamilie über den christlichen Glauben, seinem Gepräge und Gehalt.

Pater Suitbert Telgmann reflektierte mit Mitgliedern der Kolpingsfamilie über den christlichen Glauben, seinem Gepräge und Gehalt.

Das Religiöse sei heute an den Rand geschoben und die Frage nach Gott weitestgehend ins Vergessen geraten oder seine Existenz gänzlich bestritten. Nur noch Wenige engagierten sich für den Glauben, bilanzierte der Kapuziner. Elementar für das Christsein und den christlichen Glauben sei aber gerade das Miteinander. Ein Einstehen für die gemeinsamer Sache und beschreiten eines gemeinsamen Weges in die Zukunft, gespeist von dem Selbstbewusstsein „Wir sind Christen“. Der Kapuzinerpater regte die Kolpingsmitglieder an, Stellung zu beziehen, eigene Erfahrungen auszutauschen und eigene - auch kritische - Anfragen zu stellen.

Warum nimmt man nicht mehr in den Blick, wer Kirche ist? Das sind doch wir, so das Credo der Kolpingsfamilie. Christsein sei eine persönliche Entscheidung, bei der das Herz mitklingen müsse. „Wir“, so ein Statement, „sind am Zug und damit fängt der Glaube an. Er muss von innen kommen und gelebt sein.“   Es gelte hinter dem Glauben zu stehen und Zeugnis abzulegen für Jesus Christus. Zum Abschluss gab Pater Suitbert ihnen ein (Über-) Lebenstraining für Christen an die Hand, bestehend aus einem Dreischritt: Erfahrung - Konsequenzen - Einübung. Die grundlegende Erfahrung sei das Vertrauen darauf, von Gott mich angenommen und geliebt zu sein und sich von ihm getragen zu wissen.

Daraus ergeben sich aber auch Konsequenzen: Ich selbst muss mich und andere ganzheitlich annehmen- mit den Fehlern und Schwächen. Im dritten folgt die Einübung: wie lerne ich es, mich und meine Mitmenschen ungeteilt anzunehmen? Meinen Lebensrhythmus und meine persönliche Verantwortung wahrzunehmen und auf den Anruf Gottes zu antworten?   Die Glaubensgespräche werden als eine Hilfe angenommen, über den eigenen Glauben zu reflektieren und mit Gläubigen ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen der Fastenzeit wird ein weiteres Glaubens-/Besinnungsgespräch stattfinden.

Lesen Sie jetzt