Paul Quante verliebte sich beim Preis-Frisieren

Goldhochzeit

WERNE 50 Jahre Seite an Seite, im Beruf wie im Privaten: Das Werner Friseur-Ehepaar Margret (72) und Paul Quante (78) segelte vor 50 Jahren in den Hafen der Ehe. Aus dieser Zeit haben die beiden Jubilare viel zu erzählen.

von Von Helga Felgenträger

, 03.11.2009, 07:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Heute blicken sie auf die ersten zarten Bande, die sie zusammenführte. "Ich kannte ihn schon, bevor er mich kannte", erinnert sich Margret Quante, geborene Fleckmann, aus Capelle. Auf dem Weg zur Arbeit kam sie täglich an dem Friseursalon am Roggenmarkt vorbei, in dem Paul Quante arbeitete.

Doch ihr gefiel nicht nur der Mann, gesteht sie heute, sondern auch der kleine Laden. Beim Preis-Frisieren lernte auch er die junge Frau kennen und verliebte sich auf der Stelle.Ehepaar führt geselliges Leben

Als sich Paul Quante 1958 selbstständig machte, fing sie bei ihm an. "Doch nicht ohne Trauschein", hatte sich die Schwiegermutter eingeschaltet und die beiden heirateten. Seitdem steht das Paar gemeinsam im Salon, wechselte 1964 zum Markt und feierte 2008 das 50-jährige Betriebsjubiläum.

"Familie und Beruf haben wir beide zusammen gemeistert", sagt Frau Quante und erzählt von ihren vier Kindern, von denen Petra (46) als Friseurmeisterin, Betriebswirtin des Handwerks und Kosmetikerin den Betrieb vor zehn Jahren übernommen hat.

Das gesellige Leben kam trotz Beruf und Familie nie zu kurz. Seit 50 Jahren sind beide in der Kolpingsfamilie. 20 Jahre lang stand der Friseurmeister und ehemaliges Vorstandsmitglied der Innung (Prüfungsausschuss) für "Hol di fast" in der Maske. Seit 1948 ist er bei den Nierstenholzer Schützen, seinem Heimatverein, seit 1951 im Bürgerschützenverein Unterland. 1954 war er mit Agnes Holtrup Schützenkönig. Teilnahme bei "Wetten dass..." Seine Frau wurde 1978 mit Heinrich Tönies Schützenkönigin. Seit 30 Jahren ist Paul Quante im Turnverein, über 20 Mal holte er das Goldene Sportabzeichen, und seit 1948 ist er Brieftaubenzüchter. Heute führt er mit Jochen Höinghaus eine Schlaggemeinschaft. "Doch mein größtes Hobby ist der Garten", sagt der Friseurmeister. Hier findet er den Ausgleich zum Beruf, dem er nach wie vor treu ist. Auch seine Frau bringt Beruf und Hobby unter einen Hut - seit 40 Jahren im Kegelverein "Immer in Form".

Eines der lustigsten Ereignisse in ihrer Berufslaufbahn mag wohl die Saalwette für "Wetten dass..." gewesen sein. Zehn Friseurmeister mussten sich von ihren Azubis einen Irokesenschnitt schneiden lassen. Der Werner Friseursalon nahm erfolgreich teil.

 

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