Pfarrer Kai-Uwe Schroeter will Werne verlassen

Neue Stelle in Warburg?

Der Weggang von Pfarrer Kai-Uwe Schroeter aus Werne rückt näher. Er hat eine neue Pfarrstelle 150 Kilometer weiter östlich, in der Gemeinde Warburg, in Aussicht. Bis es zu einer Einführung - voraussichtlich am 9. Juli - kommt, muss er noch eine Hürde nehmen.

WERNE

, 23.03.2017 / Lesedauer: 2 min
Pfarrer Kai-Uwe Schroeter will Werne verlassen

Bettina und Kai-Uwe Schroeter in Warburg vor der Kirche Maria im Weinberg.

Die Gemeinde in Warburg muss nämlich noch ihre Zustimmung geben. „Die Wahl soll nächsten Mittwoch stattfinden. Ich bin der einzige Kandidat“, sagt der evangelische Geistliche auf Anfrage unserer Redaktion.

Sollte die Gemeinde ihn wählen, bekleidete der 50-Jährige die sogenannte 1. Pfarrstelle im Altkreis Warburg. „Dort faszinieren mich die Großflächigkeit der Gemeinde und das vielfältige Angebot an Gruppen und geistlichem Leben.“

Die Gemeinde verfüge über insgesamt drei Pfarrstellen und sechs Gotteshäuser. Hauptkirche ist „Maria im Weinberg“. In der überwiegend katholisch geprägten Region gebe es „mit Herlinghausen sogar ein Dorf, das zu 95 Prozent evangelisch ist“, sagt Schroeter.

Schon ein Tag mit dem neuen Presbyterium verbracht

Er habe bereits einen Tag mit dem Presbyterium verbracht und kann sich die Aufgaben dort gut vorstellen. Vorbehaltlich seiner Wahl am kommenden Mittwoch „wäre am 5. Juli die Einführung“, sagt er auf Nachfrage. Sein neuer Wohnsitz mit Ehefrau Bettina (50) Schroeter wäre das Dorf Borgenteich.

Anfang 2017 waren in Werne Gerüchte aufgekommen, dass Schroeter nach sieben Jahren die Gemeinde in Werne verlassen wolle. Am 19. Januar bestätigte er unserer Redaktion, das er einen Wechsel in Erwägung ziehe.

Schroeter war in Werne nie unumstritten

Einer seiner Gründe: „Wenn man 50 wird, fängt man an zu überlegen, ob man sich beruflich noch einmal umorientieren möchte.“ Allerdings war der Geistliche nie unumstritten, was seine Überlegungen beeinflusst haben dürften. Eine Rolle dürfte auch die Neustrukturierung der Gemeindearbeit spielen.

Schroeter blickt nun mit Spannung dem 29. März entgehen. Er sagt: „Wenn ich in Warburg gewählt würde, würde mich das sehr freuen.“ Er würde Werne aber auch mit einem weinenden Auge verlassen, „weil ich hier eine vielfältige Aufgabe erledigen konnte“.

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