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Pfarrer Thomas Hein geht und hinterlässt Fragezeichen in der Gemeinde

rnEvangelische Kirchengemeinde Werne

Pfarrer Thomas Hein (56) hatte den Wunsch nach Veränderung. Nun wurde er zum 15. April versetzt. Was bleibt, sind Fragen um seine lange Erkrankung und die personelle Zukunft der Gemeinde.

Werne, Stockum, Herbern

, 18.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Wunsch nach Veränderung hat sich für Thomas Hein erfüllt. Der Pfarrer verließ die Evangelische Kirchengemeinde mit Wirkung zum 15. April. Das sorgt für Enttäuschung und einige offene Fragen in der Gemeinde. So war etwa über die Erkrankung von Thomas Hein, der für den Pfarrbezirk 3 (Stockum und Herbern) zuständig war, nichts Näheres bekannt.

Auch Pfarrer Alexander Meese berichtet lediglich, dass sich Hein krank gemeldet hatte. Über Details könne er nichts sagen, so Meese weiter. „Als er wieder fit war, haben wir gedacht, dass wir wieder mit ihm planen können, aber dann ist er mit seinem Versetzungswunsch auf uns zugekommen“, erzählt Meese. Dem stimmten die Verantwortlichen der Gemeinde und am Montag, 15. April, auch der Kirchenkreis Hamm sowie die Landeskirche Westfalen zu.

Kirchengemeinde bleibt mit Fragen zurück

Alexander Meese habe sich selbst einen ruhigeren Übergang gewünscht. Streitigkeiten habe es allerdings nicht gegeben, so Meese weiter. „Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie man mit der Situation umgeht. Anders wäre es schöner gewesen. Aber ich bin nicht zutiefst gekränkt darüber“, so der Pfarrer. Bis heute habe er nichts mehr von Thomas Hein gehört.

Ob es eine Abschiedsfeier für den Pfarrer, der seit 1998 in der Werner Gemeinde tätig war, gibt, ist demnach ungewiss. Auf mehrfache Anfragen der Redaktion reagierte Thomas Hein am Dienstagnachmittag, 16. April, lediglich mit den Worten: „Ich werde meinen Weggang aus der KG Werne nicht öffentlich kommentieren.“

„Manchmal muss ein Neuanfang her“

Zu den Hintergründen zum freiwilligen Abschied aus Werne kann Alexander Meese nur mutmaßen: „Vielleicht ist manchmal ein ‚Weiter so‘ nicht möglich. Dann muss ein Neuanfang her. Wenn man in alten Mustern steckt, kann das ermüden. Dann findet man vielleicht auch nicht die Motivation, andere Wege zu gehen. An einem neuen Ort kann man für sich und die Gemeinde vielleicht eher neue Impulse setzen.“

Einen Neuanfang muss auch die Evangelische Kirchengemeinde in Werne nun selbst beschreiten. Allerdings habe man aufgrund seiner Erkrankung bereits seit einem knappen Jahr ohne Thomas Hein planen müssen, erzählt Meese.

Entscheidung über Neubesetzung noch nicht entschieden

„Wir machen jetzt weiter, wie wir es schon seit einiger Zeit gewöhnt sind. Da die Stelle nun aber endgültig frei ist, gibt es Möglichkeiten, sie wieder neu zu besetzen“, sagt der Pfarrer.

Ob das gelingt, muss der Kirchenkreis Hamm gemeinsam mit der Landeskirche entscheiden. Für Werne gilt laut Meese bis dahin, „trotz der dünnen Personallage eine gute, verlässliche Arbeit zu leisten“.

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