Pfarrheim Werne: Ursache für Feuchtigkeit gefunden

St. Christophorus

Das Loch im Werner Kirchplatz vor der Außenmauer des Pfarrheims St. Christophorus ist wieder geschlossen - vorübergehend. "Wir müssen da noch mal ran", sagt Architektin Monika Göddeker. Es werde aber nicht bei dem kleinen Loch bleiben - denn es habe nur zur Ursachenforschung gedient.

WERNE

, 05.08.2016, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit 2014 saniert Architektin Monika Göddeker im Auftrag der katholischen Gemeinde das 400 Jahre alte Gebäude. Das gerade verfüllte Loch hatte einem einzigen Zweck gedient: der Ursachenforschung. Sie habe verstehen wollen, woher die aufsteigende Feuchtigkeit in Keller und Mauerwerk darüber kommt, sagt Göddeker auf Anfrage. Um das Fachwerkhaus mit seiner gerade für rund 286.000 Euro sanierten Schwarz-Weiß-Fassade - nur die Rückseite im Innenhof fehlt noch - langfristig zu sichern, will Gödecke ihm das Wasser nachhaltig abgraben.

Defekte Leitung wurde entdeckt

Das Ortungsloch hat zu Tage gebracht: Für die hartnäckige Feuchtigkeit sind mehrere Ursachen verantwortlich. "Es handelt sich um sich aufstauendes Sickerwasser", so Göddeker. Auch eine defekte Leitung sei so entdeckt worden. "Außerdem reichen oben am Dach die Regenrinnen bei Starkregen nicht aus, um das ganze Wasser aufzufangen", ergänzt Pfarrdechant Jürgen Schäfer.

Inzwischen hat Architektin Göddeker nicht nur genaue Einblicke in die Ursachen, sondern auch in die Folgen der Dauernässe. Das untere Mauerwerk – eine Mischung aus Naturstein, Ziegeln und Findlingen – sei "völlig desolat". Es müsse "ergänzt" werden: "Stück für Stück."

Das dauert und kostet. Denn die Arbeiten müssen in 2,70 Meter Tiefe durchgeführt werden. "Wir können leider nicht einen langen, tiefen Graben ausschachten und in einem Stück arbeiten2, sagt die Fachfrau. Dann würde das betagte Haus "sich nach außen wegspreizen". Das Erdreich um es herum gäbe ihm schließlich Stabilität.

Wie teuer das alles wird? Monika Göddeker kann es noch nicht sagen: "Wir werden im September ausschreiben." Dass das Bistum Münster, das die Kosten zu tragen hat, noch in diesem Jahr grünes Licht für die Maßnahme geben wird, glaubt sie nicht. "Ich rechne mit 2017."

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