Pläne für neuen Wohnraum werden konkreter

Ackerstraße/Lohstraße

Auf dem Grundstück zwischen Ackerstraße und Lohstraße am Fürstenhof in Werne sollen Wohnungen gebaut werden. Neu ist, dass neben Einfamilienhäusern auch Sozialwohnungen entstehen sollen. Wobei es in diesem Punkt noch Details zu klären gilt.

WERNE

, 19.03.2017, 05:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pläne für neuen Wohnraum werden konkreter

Hier sollen Einfamilienhäuser und Sozialwohnungen gebaut werden.

Dass die Fläche Ackerstraße/Lohstraße zu einem neuen Wohnbaugebiet entwickelt werden soll, hatte die Verwaltung bereits Ende 2016 vorgeschlagen. In der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Donnerstag teilte sie nun mit, auf dem 5,8 Hektar großen Areal auch sozialen Wohnraum errichten zu wollen.

Zuzüge erwartet

„Primär soll es eine Einfamilienhausbebauung geben“, sagte Ralf Bülte. Darüber hinaus sollen auch Sozialwohnungen entstehen und etwa 30 Prozent der Bebauung ausmachen. „Die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum ist da“, begründete der Stadtplaner den Verwaltungsvorschlag. Etwa weil man in Zukunft mit einer steigenden Anzahl anerkannter Flüchtlinge rechne und mit Zuzügen durch den Bau des neuen Logistikzentrums des Internet-Versandriesens Amazon.

„30 Prozent halte ich für zu viel“, gab Ausschussvorsitzender und CDU-Politiker Michael Zurhorst zu bedenken. Auf den Prozentsatz könne man sich noch einigen, entgegnete Bülte. Weil die Fläche zwischen Fürstenhof, Lohstraße, Ackerstraße und B54 keine städtische Fläche sei, müsse sich das Ganze auch für den Eigentümer rechnen.

Grundsätzlich aber wurde der Vorschlag von CDU, SPD, FDP, UWW und Bündnis 90/Die Grünen begrüßt. Vorstellen konnte sich Grünen-Ratsmitglied Klaus Schlüter am Donnerstag etwa eine mehrgeschossige Riegelbebauung, Adelheid Hauschopp-Francke, sachkundige Bürgern für die SPD, eine Reihenhausbebauung.

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Verschiedene Varianten erarbeiten

Verschiedene Varianten will die Verwaltung nun in einem nächsten Schritt erarbeiten. Offen ist derzeit auch, an welcher Stelle Spiel- oder Grünflächen realisiert werden.

Darüber hinaus gibt es laut Bülte Überlegungen zum Bau eines Kreisverkehres an der B54, um den Verkehr nicht durch den Fürstenhof führen zu müssen. Zudem ziehe man in Betracht, die Entwässerung des Wohngebietes in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Unna mit dem Regionale-Projekt rund um die Horne zu verbinden. Konkrete Entwürfe gibt es noch nicht.

Bezahlbarer Wohnraum soll ab Sommer 2017 auch im Baugebiet Wiebecke entstehen. 24 zweieinhalbgeschossige Wohneinheiten mit 97 Quadratmetern für eine Nettomiete von circa 500 Euro (5,25 Euro/qm) sind geplant. Die Miete für Sozialen Wohnungsbau liegt in NRW laut Landesministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr derzeit bei 5,25 Euro aufwärts, nur selten bei unter 5 Euro.

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