Warum schälen Dutzende Frauen 9 Zentner Kartoffeln an einem Abend?

Plätzerfest am Kloster

Das Plätzerfest am Kapuzinerkloster ist seit den 1950er-Jahren eine Institution. Die Hauptattraktion ist eine Kartoffelspeise, für die Dutzende Frauen am Vorabend zum Schälmesser greifen.

Werne

, 17.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Warum schälen Dutzende Frauen 9 Zentner Kartoffeln an einem Abend?

Die Vorbereitungen fürs Plätzerfest gehen in die heiße Phase: Pater Romuald (v.l.), Marlies Wierling von den Plätzerdamen und Friedrich Telgmann und Gregor Zumholz vom Freundeskreis Kapuzinerkloster. © Jörg Heckenkamp

Das Plätzerfest am Kapuzinerkloster in Werne findet statt am Samstag, 29. Juni 2019. Start ist um 18 Uhr mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche, anschließend spielt sich das Fest im schön bewachsenen Klostergarten an der Südmauer ab.

Das Plätzerfest in Zahlen:

  • rund 100 ehrenamtliche Aktive, vom Gartenhelfer bis zur Bedienung, sorgen für das Gelingen das Festes.
  • Etwa 30 Plätzerdamen bereiten und servieren die Hauptattraktion, die Selbstgemachten Reibeplätzen.
  • Dafür schälen sie am Vorabend rund 9 Zentner Kartoffeln.
  • Zum Braten benötigen sie rund 60 Liter hochwertiges Sonnenblumenöl.
  • Sie braten die Reibeplätzchen gleichzeitig in 10 großen Pfannen, in die je 15 Stück passen.
  • Dazu gibt‘s Schwarzbrot und rund 25 Kilogramm Apfelmus.
  • Der Reinerlös kommt dem Kloster für Renovierungsarbeiten zugute, im vergangenen Jahr waren es 5000 Euro.
  • 3 Getränkestände sind im Klostergarten verteilt: 2 Bierwagen von Feuerwehr und Lionsclub Werne an der Lippe, außerdem erstmals in diesem Jahr 1 Weinstand der Kolpingfamilie. Außerdem können die Besucher neben Reibeplätzchen Grillwürstchen ordern.
  • Die Reibeplätzen kosten in diesem Jahr 80 Cent pro Stück.
Der Name des Plätzerfestes leitet sich nicht, wie man meinen könnte, von den Reibeplätzchen ab. Sondern von dem Platz unter der Linde vor dem Kloster. Denn auf diesem Platz fanden die ersten Feste statt, bevor sie später in den Klostergarten verlegt wurden.
Lesen Sie jetzt