Raumklima der Marga-Spiegel-Schule bleibt Thema

Politiker verärgert

Heftige Kritik musste die Verwaltung im Schulausschuss einstecken. Grund: Das immer noch nicht gelöste Problem des Raumklimas im Schulzentrum an der Bahnhofstraße. „Seit einem Jahr ist das Problem bekannt. Und seitdem ist gar nichts passiert“, schimpfte Uta Leisentritt (CDU).

WERNE

, 09.09.2016, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Raumklima der Marga-Spiegel-Schule bleibt Thema

Lüften hilft nicht: Maurice Henze und Elias Glöckner leiden wie die übrigen Schüler im Schulzentrum unter den hohen Temperaturen. Eine Lösung will der Kommunalbetrieb Werne am nächsten Donnerstag präsentieren.

CDU-Fraktionskollege Raimund Hölscher bezog sich am Donnerstagabend auf das in Auftrag gegebene Gutachten für die Probleme der Schule und fragte: „Wieso wurde die Universität Braunschweig überhaupt erst so spät informiert?“ Ausschussvorsitzender Benedikt Striepens (Grüne) schlug da noch moderate Töne an: „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte er zur kommissarischen Schulamtsleiterin Liane Jäger.

Keine Veränderung festgestellt

Die hatte zuvor einen Sachstandsbericht gegeben – und dabei jene Maßnahmen erwähnt, die bereits bekannt waren: Optimierung der Lüftungsanlage, Lüften durch geöffnete Fenster, Auslagerung von außerschulischen Kursen. Schulleiter Hubertus Steiner erklärte: „Eine Veränderung haben wir bisher nicht festgestellt.“

Laut Liane Jäger sollen Lösungsansätze für ein neues Raumklimakonzept in dem 2013 errichteten Gebäude im Ausschuss für den Kommunalbetrieb vorgestellt werden. „Das ist das federführende Gremium, der Schulausschuss hat hier lediglich beratende Funktion.“

Weiter Druck ausüben

Das mochte Rolf Weißner (CDU) nicht einsehen: „Wir haben in der letzten Sitzung dieses Ausschusses klare Forderungen nach so einem Konzept gestellt. Und jetzt sind wir auf einmal nicht mehr zuständig?“

Dagny Dammermann (FDP) schlug vor, dass die Schulausschuss-Mitglieder die Sitzung des KBW-Ausschusses (Donnerstag, 15. September, 17.30 Uhr im Stadthaus, Konrad-Adenauer-Straße 1) besuchen, „um weiter Druck in der Sache auszuüben“.

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