Rosenmontags-Bilanz: Betrunkener Randalierer will Polizisten beißen

Karneval in Werne

Rosenmontag 2020 verlief in Werne weitgehend friedlich. Die Polizei hatte weniger zu tun als sonst, musste dennoch fünf Personen vorübergehend festnehmen. Der Regen half den Sicherheitskräften.

Werne

, 25.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Polizei zeigte vor allem auf dem Marktplatz und dem Kirchhof starke Präsenz an Rosenmontag.

Die Polizei zeigte vor allem auf dem Marktplatz und dem Kirchhof starke Präsenz an Rosenmontag. © Jörg Heckenkamp

Voll des Lobes über den friedlichen Verlauf des Rosenmontags in Werne ist Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens: „Wir haben einen ruhigen Rosenmontag verlebt“, sagt sie auf Anfrage der Redaktion.

Dabei half offenkundig auch der Regen. Die Schauer kurz vor Beginn des Zuges um 14.11 Uhr schreckte offenbar den einen oder anderen Besucher ab. Und der nachmittags einsetzende Dauerregen spülte die vielfach betrunken, jungen Narren förmlich von Marktplatz und Kirchhof.

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Und so bilanzierte auch die Polizei für den Rosenmontagszug in Werne: „Der Umzug, der sich um 14.11 Uhr in Bewegung setzte und um 16.25 Uhr am Hagen wieder ankam, verlief störungsfrei. Auch die Veranstaltung auf dem Marktplatz verlief friedlich - sie wurde um 18 Uhr beendet.“

Ordnungsamt und Polizei sicherten die Zugroute. Insgesamt waren zur Hochzeit der Rosenmontags-Feier bis zu 90 Sicherheitskräfte gleichzeitig im Einsatz.

Ordnungsamt und Polizei sicherten die Zugroute. Insgesamt waren zur Hochzeit der Rosenmontags-Feier bis zu 90 Sicherheitskräfte gleichzeitig im Einsatz. © Jörg Heckenkamp

Allerdings belästigte ein 29-Jähriger auf der Party im Kolpingsaal mehrere Gäste und wurde wegen seines aggressiven Verhaltens von einem privaten Sicherheitsdienst festgehalten, bis die Polizei eintraf.

29-Jähriger leistete Widerstand, wollte Polizisten beißen

Als die Einsatzkräfte den stark alkoholisierten, aggressiven Werner zur Ausnüchterung und Verhinderung weiterer Straftaten mit einem Streifenwagen ins Gewahrsam bringen wollten, leistete er erheblichen Widerstand. Er trat eine Beamtin, wollte einen anderen Beamten beißen und versuchte, Kopfstöße zu verteilen. Die Beamten blieben unverletzt. Gegen den 29-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Eine Fußstreife der Polizei bemerkte, dass ein alkoholisierter 15-Jähriger, der sich auf dem Marktplatz aufhielt, eine Schreckschusspistole bei sich führte. Der Jugendliche wurde mit zur Wache genommen, die Waffe wurde sichergestellt. Später wurde er seinen Eltern übergeben.

Ein junger Mann wollte flüchten. Ordnungsamt und Sicherheitsdienst haben ihn festgehalten, ihm Handschellen angelegt und die Polizei gerufen.

Ein junger Mann wollte flüchten. Ordnungsamt und Sicherheitsdienst haben ihn festgehalten, ihm Handschellen angelegt und die Polizei gerufen. © Jörg Heckenkamp

Weil ein alkoholisierter 26-Jähriger einem Platzverweis der Polizei mehrfach nicht nachkam und die eingesetzten Beamten beleidigte, kam der Bergkamener ins Polizei-Gewahrsam.

Alle fünf Personen, die diesen Tag zeitweise im Gewahrsam verbracht haben, wurden wieder entlassen. Insgesamt leitete die Polizei sieben Strafverfahren ein und sprach acht Platzverweise aus.

Längst nicht jeder hielt sich ans Glasverbot: Am Morgen nach Rosenmontag 2020 sind zahlreiche Glassplitter auf dem Kirchhof zu sehen.

Längst nicht jeder hielt sich ans Glasverbot: Am Morgen nach Rosenmontag 2020 sind zahlreiche Glassplitter auf dem Kirchhof zu sehen. © Jörg Heckenkamp

„Der Umzug und die Veranstaltung auf dem Marktplatz sind sehr friedlich verlaufen. Im Anschluss hat es alkoholtypische Delikte gegeben, allerdings ohne große Brisanz“, sagt Polizeihauptkommissarin Stephanie Müller, Leiterin der Polizeiwache Werne. Insbesondere größere Schlägereien seien ausgeblieben.

„Wir möchten die gute Zusammenarbeit mit den anderen Kräften von Jugendamt, Ordnungsamt, Sicherheitsdienst und Rettungsdienst erwähnen, die dazu beigetragen haben, dass gezielte Kontrollen hinsichtlich des Glasverbots und Jugendschutzes durchgeführt wurden“, sagt Stephanie Müller.

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