Mit Video: Rund 200 Werner demonstrieren auf der Alten Münsterstraße

Politik in Werne

Die Pläne für ein neues Gewerbegebiet in Werne haben am Dienstag rund 200 Demonstranten auf den Plan gerufen. Die machten ihrem Ärger auf der Alten Münsterstraße im Vorfeld der Ausschusssitzung Luft.

Werne

, 09.03.2021, 18:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Kolpinghaus in Werne kam es im Vorfeld einer Ausschusssitzung zu Demonstrationen.

Am Kolpinghaus in Werne kam es im Vorfeld einer Ausschusssitzung zu Demonstrationen. © Foto: Jörg Heckenkamp

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung soll am Dienstagabend (9. März) eine Grundsatzentscheidung über ein mögliches neues Gewerbegebiet treffen. Es geht um eine 32 Hektar große und derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen B54 und Nordlippestraße, nördlich vom Autobahnzubringer Richtung Hof Schulze Twenhöven.

Das gefällt vielen Wernern aber offensichtlich überhaut nicht. Denn vor der Ausschusssitzung im Kolpingsaal haben sich gut 200 Demonstranten jeglichen Alters an der Alten Münsterstraße versammelt. Sie halten Transparente mit Aufschriften wie „Stoppt die Flächenversiegelung“ in die Höhe. Zudem fahren Traktoren in einer Art Demonstrationsschleife zwischen Alter Münsterstraße und dem Werner Stadthaus. Einige Demonstranten sind auch auf Fahrrädern unterwegs. Es gibt allerdings nur leichte Verkehrsbehinderungen. Die Polizei ist vor Ort, musste aber noch nicht eingreifen.

In den Debatten der vergangenen Tage um die Pläne für ein neues Gewerbegebiet war auch immer die Rede von einer Erweiterung auf der südlichen Seite des Zubringers, wo noch einmal 28 Hektar ausgewiesen werden sollen. Dies sei zunächst als Optionsfläche angedacht, erklärte Bürgermeister Lothar Christ kürzlich im Gespräch mit unserer Redaktion: „Ob wir dort jemals ein Gewerbegebiet ausweisen, steht völlig in den Sternen. Sicherlich nicht in den kommenden paar Jahren.“

Auch im Kolpingsaal haben sich viele Werner positioniert.

Auch im Kolpingsaal haben sich viele Werner positioniert. © Jörg Heckenkamp

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