Schüler löst böswillig Feueralarm in Sekundarschule aus - jetzt drohen etliche Konsequenzen

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Fast 1000 Schüler und Lehrer mussten am Mittwochmorgen fluchtartig die Marga-Spiegel-Schule verlassen. Grund: Ein Schüler hatte mutwillig den Feueralarmknopf gedrückt. Das hat Konsequenzen.

Werne

, 19.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um 8.53 Uhr am Mittwoch, 19. Februar 2020, ging der Brandalarm bei der Feuerwehr Werne ein. Um 8.54 Uhr wurde die Polizei alarmiert. Nur einige Minuten später war das Gebäude geräumt. Knapp 1000 Schüler und Lehrer der Marga-Spiegel-Sekundarschule flüchteten wie geplant in den Auffangraum, die Wiese an der Münsterstraße. Zu dem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass ein Schüler den Alarmknopf mutwillig gedrückt hat.

Schüler vom Unterricht der Sekundarschule suspendiert

Auf den Täter kommen nun etliche Konsequenzen zu: „Ich habe den Schüler sofort vom Unterricht suspendiert.“ Das Unterrichtsverbot soll so lange gültig sein, bis vermutlich in der nächsten Woche eine Art Konferenz über „schulrechtliche Konsequenzen entschieden hat“, sagt Schulleiter Hubertus Steiner auf Anfrage der Redaktion.

Blick auf die durch einen Schüler böswillig ausgelöste Brandmeldeanlage der Marga-Spiegel-Sekundarschule

Blick auf die durch einen Schüler böswillig ausgelöste Brandmeldeanlage der Marga-Spiegel-Sekundarschule © Freiwillige Feuerwehr Werne

Bei dem Betroffenen handele es sich laut Steiner „um einen Schüler der unteren Jahrgänge“. Eine Befragung habe keinen besonderen Grund für den bösen Streich ergeben. „Er sagte, er wisse auch nicht genau, warum er den Alarm ausgelöst hat“, so der Schulleiter. Strafanzeige bei der Polizei ist gestellt.

Konsequenz des mutwilligen Alarmes: In Windeseile verließen Schüler und Lehrer das Gebäude. Hubertus Steiner: „Immerhin, das hat hervorragend funktioniert.“ Schließlich übe man zwei Mal im Jahr die Evakuierung der Schule: „Das letzte Mal war im Herbst 2019.“ Zum schnellen Verlassen der Schule trage zudem bei, „dass wir eine Vielzahl von Ausgängen haben. So sind Schüler und Lehrer überall sehr schnell im Freien.“

Die Feuerwehr war schnell vor Ort, doch Feuer, Rauch oder einen medizinischen Notfall konnte sie nicht feststellen.

Die Feuerwehr war schnell vor Ort, doch Feuer, Rauch oder einen medizinischen Notfall konnte sie nicht feststellen. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Der besagte Schüler hat den Alarm übrigens nicht gedrückt, um eine Klassenarbeit zu vermeiden. Allerdings wurden während des Alarms in anderen Klassen solche Arbeiten geschrieben. Da der Alarm zum Ende der ersten Schulstunde auflief, „kann man einige Klassenarbeiten möglicherweise werten. Aber anderen müssen auch nachgeholt werden“, so Steiner.

Schlimmer aber ist die Konsequenz der böswilligen Alarmierung für die Feuerwehrleute. Die verlassen ihren Arbeitsplatz, um so schnell es geht zum vermeintlichen Brandherd zu eilen. „Der Löschzug Stadtmitte war mit drei Fahrzeugen und 18 Leuten vor Ort“, sagt Feuerwehrsprecher Tobias Tenk auf Anfrage der Redaktion.

Da es sich um eine mutwillige Alarmierung handelt, kann Tenk sich gut vorstellen, dass sich die Stadt Werne die Kosten für den Einsatz vom Verursacher zurückholt. Werner Kneip vom Ordnungsamt Werne sagt dazu: „Die Mindestkosten für so etwas betragen 350 Euro. Hinzukommen dann weitere Kosten, je nach Zahl der Fahrzeuge, der Wehrleute und der Dauer des Einsatzes.“ Es wird für den Schüler beziehungsweise seine Eltern also teuer.

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