Breitbandausbau an Schulen und Sanierung der Turnhallen sollen mit Fördermitteln gelingen

Investitionen an Schulen

Schnelles Internet an allen Schulen und sanierte Turnhallen - mithilfe von Fördermitteln des Landes und Bundes möchte die Verwaltung der Stadt Werne viel Geld an den Schulen investieren.

Werne

, 23.03.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Turnhalle an der Kardinal-von-Galen-Schule wird mithilfe von Fördermitteln saniert. Sie soll bestehen bleiben - solange nicht geklärt ist, was mit dem Gebäude des Lehrschwimmbeckens passiert.

Die Turnhalle an der Kardinal-von-Galen-Schule wird mithilfe von Fördermitteln saniert. Sie soll bestehen bleiben - solange nicht geklärt ist, was mit dem Gebäude des Lehrschwimmbeckens passiert. © Helga Felgenträger (A)

Alle Schulen in Werne sollen künftig mit einem schnellen Internetzugang ausgestattet werden. Das ist der Wunsch der Stadtverwaltung und der Schulen.

Damit die Bildungseinrichtungen mit einer Breitbandverbindung versorgt werden können, forciert die Stadtverwaltung einen Antrag auf Fördermittel. Demnach könnten 50 Prozent vom Bund sowie weitere 50 Prozent vom Land an Kostenübernahme kommen.

Bei Erfolg könnte die Stadt ohne Eigenanteil in zwei bis drei Jahren an das schnelle Internet kommen. Die Zeit drängt, da die Vergabe nach dem „Windhundprinzip“, sprich die Ersten bekommen den Zuschlag, erfolgt. Die Zusage für mögliche Fördermittel würde laut Verwaltung wohl Anfang 2020 vorliegen.

Netzbetreiber als Zünglein an der Waage

Doch es gibt einen Haken, wie Alexander Ruhe, Dezernent für Jugend, Bildung und Familie, im Schulausschuss am Donnerstag, 21. März, erklärte. Denn zunächst muss nach 2016 ein neues Markterkundungsverfahren erfolgen.

Darin werden bei den Netzanbietern auf dem Markt nachgehört, ob sie in den kommenden drei Jahren nicht selbst für die Breitbandverbindung sorgen möchten.

„Eine Förderung gibt es nur, wenn die Netzanbieter selbst keine Erschließung planen“, sagt Liane Jäger aus dem Bildungsdezernat der Stadt. Und genau darin liegt der Knackpunkt, wie Alexander Ruhe einräumt.

„Eine unbefriedigende Situation“

„Entweder wir überzeugen ein Unternehmen, zu investieren oder wir bekommen die Förderung. Und wenn ein Netzbetreiber zunächst zusagt und innerhalb der nächsten drei Jahre doch nicht baut, ist das ein Problem. Dann müssen wir über eine Kommunalinvestition reden“, erklärte der Dezernent.

Dies sei eine unbefriedigende Situation, befand Artur Reichert von der FDP. Er hakte nach, ob die Verwaltung nicht über das Programm „Gute Schule 2020“ des Landes NRW entsprechende Fördermittel generieren könnte.

Dem erteilte Ruhe eine klare Absage: „Da sind andere Maßnahmen wichtiger. Wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte, hätten wir darin auch das Thema Breitbandausbau forciert.“

Turnhallenerweiterung an der Uhlandschule ist denkbar

In dem Zuge werden verschiedene nötige Sanierungsmaßnahmen an den hiesigen Schulen durchgeführt. Jeweils 370.583 Euro stehen für 2019 und 2020 als Finanzspritze zur Verfügung. Jürgen Zielonka, Vorsitzender des Stadtsportbundes und sachkundiger Bürger der UWW-Fraktion im Schulausschuss, wollte dazu wissen, ob eine Erweiterung der Uhland-Turnhalle möglich sei. Aktuell nutzten die Schüler neben der eigenen auch die Turnhalle des Berufskollegs.

„Die Schulleitung sagt, dass man hier bislang gut zurecht kommt. Es ist langfristig aber durchaus denkbar, eine einfache Zweifachsporthalle daneben zu stellen“, erklärte Frank Adamietz.

Turnhalle an der Kardinal-von-Galen-Schule bleibt zunächst

Die sanierungsfähige Turnhalle der Kardinal-von-Galen-Schule soll zunächst bestehen bleiben, „solange noch nicht klar ist, was mit dem Gebäude des Lehrschwimmbeckens passiert“, so der Leiter des Kommunalbetriebs.

Neben den Fördermitteln aus dem Programm „Gute Schule 2020“ stehen der Stadt über das Kommunal-Investitionsförderungsgesetz des Bundes weitere Gelder für Sportstätten zur Verfügung. Die Mittel von 846.471 Euro fließen in die Sanierung der Uhland-Turnhalle, der Kardinal-von-Galen-Schule sowie des Anne-Frank-Gymnasiums.

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