Schulen in NRW schließen wegen Coronavirus: Werner Gymnasium setzt nun auf E-Learning

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Schulfrei ab Montag: Das Coronavirus trifft auch die Werner Schulen, die ab Montag geschlossen bleiben. Das sorgt für neue Wege des Lernens - etwa am Anne-Frank-Gymnasium in Werne.

Werne

, 13.03.2020, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mindestens bis zum Ende der Osterferien am 19. April bleiben alle Schulen in Nordrhein-Westfalen aufgrund des Coronavirus geschlossen. Das teilte die Landesregierung am Freitagnachmittag gegen 14.30 Uhr mit.

„Die Schließung war leider absehbar. Ich hätte mir aber gewünscht, dass wir früher informiert werden. Denn jetzt ist meine Schule leer. Kein Schüler ist mehr hier, den ich informieren kann“, erklärt Marcel Damberg, Schulleiter des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG), am Freitagmittag gegen 13.30 Uhr.

Anne-Frank-Gymnasium setzt auf E-Learning

Eine Meldung über die Entscheidung des Schulministeriums NRW erreichte die Werner Schulen erst am Freitagnachmittag. Schon zuvor sickerten die ersten Informationen durch und entsprechend oft klingelte das Telefon im AFG.

Den Eltern auf der anderen Leitung konnte Damberg erklären, dass es ab der kommenden Woche keinen normalen Unterricht, sondern ein E-Learning geben wird. Das heißt, die Schüler bekommen während der Zeit, in der die Schule aufgrund des Coronavirus geschlossen bleibt, Aufgaben auf ihren Computer oder auf ihr iPad gespielt. Diese müssen sie dann in bestimmter Zeit lösen.

Physikunterricht mit Video-Clips

„Wir gucken, wie genau das möglich sein wird. Das wird interessant sein, wie wir das zweieinhalb Wochen hinbekommen“, so Damberg weiter. Videokonferenzen oder einen Unterricht via Skype oder ähnlichen Online-Konferenz-Programmen werde es nicht geben. Allerdings plant Damberg selbst für seinen Physik- und Chemie-Unterricht den Dreh von Video-Clips.

Schulleiter Marcel Damberg hat seine Schule auf den schlimmsten Fall, nämlich eine Schulschließung aufgrund des Coronavirus, vorbereitet.

Schulleiter Marcel Damberg hat seine Schule auf den schlimmsten Fall, nämlich eine Schulschließung aufgrund des Coronavirus, vorbereitet. © Wolfram Fölling (A)

Die Schüler werden bis zu dem Beginn der Osterferien am 6. April von Zuhause lernen müssen. Wie es nach der zweiwöchigen Ferien-Pause in den Schulen weitergeht, bleibt abzusehen. Die nötige Ausstattung habe jeder Schüler.

Alle Schüler haben nötige Ausstattung

Denn das AFG wurde als digitale Modellschule der Bezirksregierung Arnsberg speziell gefördert. Alle Schüler sind ab der Klasse 5 mit iPads ausgestattet. Darauf werden die Jungen und Mädchen nun über ein bestimmtes Programm, die „NetMan Private Cloud“, Aufgaben von ihren Lehrern bekommen.

Vorab wurde das Programm von den vier Informatikern der Schule getestet, erzählt Damberg. Zunächst gilt es nun, Lehrer, Schüler und auch Eltern zu schulen. Entsprechende Anleitungen sollen Anfang der kommenden Woche erstellt werden, erzählt der Schulleiter.

Dann wird er sich mit einigen Lehrern, die selbst nicht aufgrund einer Betreuung der eigenen Kinder verhindert sind, in der Schule aufhalten und von dort aus die Schüler mit Aufgaben versorgen.

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