Schulstart am GSC: „Das wird für uns ein echtes Experiment“

rnSchulen in Werne

Die aktuellen Auflagen für den Schulbetrieb in NRW sieht man am Gymnasium St. Christophorus (GSC) in Werne als Herausforderung - obwohl sich eigentlich nicht viel ändert.

Werne

, 11.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwoch (12. August) starten am Christophorus-Gymnasium gleich drei neue fünfte Klassen. Und für die wird die kleine „Einschulungszeremonie“ zwar ähnlich, aber eben nicht ganz so ablaufen wie bei ihren Vorgängern. Heißt: Begrüßung auf der grünen Wiese inklusive der traditionellen Baumpflanzaktion. Dann geht‘s für ein Stündchen mit den Lehrern in die Klassenräume - und schließlich wieder zurück zu den Verwandten.

„Allerdings werden es diesmal nur zwei Angehörige pro Kind sein. Außerdem werden wir die Wiese in drei Zonen einteilen“, sagt Schulleiter Thorsten Schröer auf Anfrage unserer Redaktion. Und wie sieht‘s mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen aus? Ganz klar: Fehlanzeige.

Die Hitze bereitet dem GSC-Leiter Sorgen

Es würde auch nicht wirklich passen zum Alltag, der die GSC-Schüler im Schuljahr 2020/21 erwartet. Denn der umfasst hier - wie an allen weiterführenden Schulen auch - verstärkte Hygienemaßnahmen, Abstandsregelungen und vor allem Maskenpflicht. Auch in den Klassenräumen. Selbst wenn Schröer nicht unbedingt ein großer Fan davon ist und von einer gewissen „Ambivalenz“ spricht.

Heißt: Einerseits wohl der richtige Weg, um sich und andere vor einer Infektion zu schützen - andererseits aber auch schwierig, zumal die klimatischen Bedingungen ja gerade nicht so sehr dazu einladen, sich Mund und Nase mit einem Stück Stoff zu bedecken. Und wer will schon, dass die Schüler reihenweise umkippen? „Die ganze Situation wird eine Herausforderung - und ein Experiment“, sagt Schröer. Aber keines, dem man mit Freude entgegenfiebert. Vielmehr gehe es darum, auszuloten, was möglich ist und wo man nachsteuern muss.

Schulstart am GSC: „Das wird für uns ein echtes Experiment“
„Wir wollen schauen, dass wir uns Spielräume schaffen.“
GSC-Leiter Thorsten Schröer

Grundsätzlich findet der Unterricht am GSC im neuen Schuljahr nach Plan statt, eine Entzerrung des Stundenplans ist nicht vorgesehen: „Wir wollen aber schauen, dass wir uns Spielräume schaffen.“ Die könnten etwa so aussehen, dass ein Lehrer mit den Schülern spontan nach draußen geht, sobald er merkt, dass die Konzentration in der Klasse stark nachlasse. Irgendwann sei das Maß schließlich voll, erst recht bei der aktuellen Wetterlage.

In den geregelten Pausen ist das Schulgelände laut Schröer ebenfalls in Areale eingeteilt. Hier die Fünftklässler, dort die Sechstklässler, dann die Siebtklässler... Und natürlich gilt weiterhin eine Einbahnstraßenregelung. Man achtet auf den Abstand und regelmäßiges Desinfizieren - so wie auch schon im vergangenen Halbjahr. „Das ist alles nicht angenehm, aber da müssen wir jetzt durch“, sagt Schröer.

Doch trotz dieser Umstände kann der GSC-Leiter zumindest in einem Punkt aufatmen: Das Kollegium tritt nahezu in voller Stärke an. „Die meisten Pensionierungen gab es in den vergangenen drei Jahren. Wir haben jetzt zwei Lehrkräfte über 60 und eine Schwangere.“ Lediglich letztere werde zum Schulstart fehlen.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt