Schwierige Brandbekämpfung am brennenden Viehtransporter in Werne

Feuerwehr auf Capeller Straße

Der Anhänger eines Viehtransporters stieß am Freitagmorgen dicke Qualmwolken aus. Zum Glück waren keine Tiere betroffen. Dennoch hatte die Feuerwehr ihre liebe Mühe, den Brandherd zu bekämpfen.

Werne

, 06.11.2020, 14:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Brandherd am Viehtransporter war für die Rettungskräfte schwer zugänglich.

Der Brandherd am Viehtransporter war für die Rettungskräfte schwer zugänglich. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Der Löschzug 1 Stadtmitte sowie die Löschgruppe 4 aus Holthausen der Freiwilligen Feuerwehr Werne wurden am Freitagmorgen um 8.04 Uhr mit dem Stichwort „FEUER_2 - LKW Bremse qualmt“ in die Capeller Straße in Werne-Schmintrup alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine Rauchwolke zu erkennen, was zunächst Größeres vermuten ließ. Die Erkundung ergab, dass die hinteren Bremsen eines Viehtransporter-Anhängers bereits Feuer gefangen hatten.

Das zuerst eintreffende Hilfeleistungslöschfahrzeug aus der Innenstadt baute die Angriffsleitung zum Anhänger auf und nahm unter Atemschutz die erste Brandbekämpfung vor. Der zweite Angriffstrupp vom nachrückenden Tanklöschfahrzeug baute eine zweite Angriffsleitung vom Verteiler aus auf und nahm die Brandbekämpfung von der anderen Seite/Unterseite des Anhängers vor.

Die Erkundung ergab, dass die hinteren Bremsen eines Viehtransporter-Anhängers Feuer gefangen hatten.

Die Erkundung ergab, dass die hinteren Bremsen eines Viehtransporter-Anhängers Feuer gefangen hatten. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Der Fahrer hatte sehr umsichtig reagiert und den Anhänger vom Zugfahrzeug bereits abgekuppelt. Glücklicherweise befanden sich keine Tiere auf dem Anhänger. Da der Viehtransporter im Verhältnis zur Radgröße kleine Radkästen hatte, gestaltete sich die Brandbekämpfung dort etwas schwierig.

Jetzt lesen

Die Gruppenführer vor Ort entschieden sich, das sogenannte „Fognail“-System zu nutzen. Das System ermöglicht es anhand von dünnen Metall-Löschlanzen, wo an der Spitze kleine Öffnungen als Düsen fungieren, an schwierig zu erreichende Stellen zu gelangen. Diese Löschlanzen wurden dann zwischen Anhänger und Reifen beziehungsweise durch die Felge hindurch eingesetzt.

Mit Löschlanzen an die schwierigen Stellen

Damit war es nun möglich, zwischen die hinteren Reifen zu kommen und dort heiße Stellen zu kühlen. Am Ende wurde mit der Wärmebildkamera noch verifiziert, dass alle heißen Stellen abgelöscht waren. Die Capeller Straße war für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Nachdem die Wasserleitungen zurückgebaut worden waren, konnte der Kreisleitstelle Unna gegen 10 Uhr Einsatzende gemeldet werden.

Im Einsatz waren 4 Fahrzeuge mit insgesamt 22 Einsatzkräften sowie der Rettungsdienst und die Polizei.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt