Schwimmbecken Stockum mit unsicherer Zukunft

Zurzeit wegen Reinigung geschlossen

Seit 1964 gibt es in Stockum am Werthweg das Lehrschwimmbecken. Läuft beim neuen Solebad am Hagen jedoch alles nach Plan – was zugegebenermaßen nicht selbstverständlich ist –, geht die Ära 2019 zu Ende. Deswegen wird auf große Sanierungssarbeiten verzichtet, trotzdem ist das Bad aktuell wegen kleinerer Arbeiten geschlossen.

Werne

, 16.08.2017, 18:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schwimmbecken Stockum mit unsicherer Zukunft

Aber auch das Becken selbst erhält eine sogenannte Hochchlorung - eine übliche Maßnahme zum Abtöten aller Keime im Wasser.

„Einen offiziellen Abriss-Beschluss gibt es zwar nicht“, sagt Badleiter Jürgen Thöne. „Aber der Plan sieht vor, das Lehrschwimmbecken mit der Eröffnung des neuen Solebades zu schließen.“ Derzeit nutzen Schulen, die Stockumer Kita St. Sophia, die Familienbildungsstätte und Sportvereine die Einrichtung. „Sie ist voll ausgelastet“, sagt Thöne.

An sechs Tagen pro Woche kommt das Becken auf rund 75 Betriebsstunden. Ab Sommer 2018 könnten es noch mal mehr werden – denn dann wird das alte Hallenbad am Hagen, das derzeit noch einige Gruppen wie die DLRG nutzen, abgerissen. „Diese Gruppen kommen dann hierher“, schildert Thöne. Wie das genau laufen soll, weiß er selbst noch nicht: „Das planen wir gerade.“

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Eindrücke von der Reinigung des Lehrschwimmbeckens in Stockum

Das Lehrschwimmbecken in Stockum ist zurzeit wegen Reinigungs- und Sanierungsarbeiten geschlossen. wenn das neue Solebad 2019 fertig ist, soll es ganz abgerissen werden. Denn dann trainieren die Schulsport- und DLRG-Gruppe wieder im Solebad. Das Lehrschwimmbecken funktioniert noch technisch einwandfrei, muss nur zur Standard-Reinigung geschlossen werden.
16.08.2017
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Schwimmmeisterin Barbara Kipp kümmert sich unter anderem um die sanitären Anlagen.© Foto: Daniel Claeßen
Der Bäderbetrieb hält das Lehrschwimmbecken noch bis mindestens 2019 in Schuss - denn so lange dauert es, bis das neue Solebad in Werne fertig ist.© Foto: Daniel Claeßen
Ab Sommer 2018 wird es wegen des Hallenbad-Abrisses besonders eng - dann müssen nämlich die Gruppen, die bisher das alte Hallenbad nutzen, ebenfalls ins Lehrschwimmbecken ausweichen.© Foto: Daniel Claeßen
Das Lehrschwimmbecken in Stockum ist während der Ferien gesperrt. Der Bäderbetrieb führt Sanierungs- und Reinigungsarbeiten durch.© Foto: Daniel Claeßen
Aber auch das Becken selbst erhält eine sogenannte Hochchlorung - eine übliche Maßnahme zum Abtöten aller Keime im Wasser.© Foto: Daniel Claeßen
Das 1964 erbaute und mehrfach renovierte Gebäude ist derzeit mit 75 Betriebsstunden pro Woche voll ausgelastet.© Foto: Daniel Claeßen
Der Betrieb ist laut Badleiter Jürgen Thöne jederzeit gesichert. Allerdings werden bestimmte Investitonen wie zum Beispiel eine neue Wärmedämmung nicht mehr getätigt.© Foto: Daniel Claeßen
Einen offiziellen Abriss-Beschluss gibt es noch nicht. Plan ist jedoch, die Anlage mit Eröffnung des neuen Solebades zu schließen. Die hier beheimateten Gruppen ziehen dann ins neue Bad mit seinem Multifunktionsbecken.© Foto: Daniel Claeßen
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Lehrschwimmbecken bereitet sich vor

Fest steht: Das Lehrschwimmbecken wird auch auf diese Situation vorbereitet sein. Dafür sorgt unter anderem Schwimmmeisterin Barbara Kipp, die auch in diesen Sommerferien mit dem Hochdruckreiniger durch die Duschen geht, den Chlorgehalt des Wassers zwecks Desinfektion hochtreibt und im Technikraum nach dem Rechten sieht. „Außerdem wurden die Pumpen-Anlagen technisch gewartet, jetzt steht noch die Überprüfung der Lüftungsanlage an.“

Nach den Ferien, am 29.08., steht das Lehrschwimmbecken den Gruppen in technisch einwandfreiem Zustand zur Verfügung – Luxus wird es jedoch nicht (mehr) geben: „Eigentlich müsste man für die Umkleiden eine komplett neue Dämmung setzen“, nennt Jürgen Thöne ein Beispiel. Auch die Löcher und Dellen in der Deckenverkleidung bleiben bis zum Ende der Anlage erhalten: „Da besteht keine Gefahr für den Betrieb.“ Wichtig sei, dass ein Schwimm-Angebot in Werne während der Solebad-Bauphase vorgehalten werde. 

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Ein Fan des Lehrschwimmbeckens

„Und da spielt das Lehrschwimmbecken eine sehr wichtige Rolle.“ Diese Rolle wird es jedoch aller Voraussicht nach nicht vor dem Abriss bewahren. Dabei gibt Thöne zu, ein Fan des Beckens zu sein: „Diese Bauart, also ein Treppeneinstieg und dann ein schräger Bodenverlauf, gibt es ja heute gar nicht mehr.“ Dabei sei das abfallende Becken zum Schwimmenlernen ideal. „Doch für andere Nutzungen, gerade für Aqua-Sport, ist das wegen der geringen Tiefe an der Einstiegsseite problematisch.“

Deshalb wird es im neuen Solebad ein Multifunktionsbecken mit Hubboden geben, dessen Tiefe zwischen einem und zwei Metern variieren kann. Dieses Becken wird dann auch die neue Heimat der Gruppen, die derzeit das Lehrschwimmbecken nutzen – es bleiben also noch knapp zwei Jahre zum Abschiednehmen.

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