Sekundarschule Werne bekommt Kältemaschine

Aufgeheizte Klassenräume

So soll es weniger Schweißperlen bei den Lehrern und Schülern der Werner Marga-Spiegel-Sekundarschule geben: Weil sich die Räume im Sommer so stark aufgeheizt hatten, empfahlen Gutachter, eine zusätzliche Kältemaschine einzubauen. Dem haben die zuständigen Ausschüsse nun zugestimmt.

WERNE

29.01.2017, 07:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sekundarschule Werne bekommt Kältemaschine

Die Marga-Spiegel-Sekundarschule soll schon bald eine neue Kältemaschine bekommen.

Es wird hin und wieder Hitzefrei geben im Schulzentrum an der Bahnhofstraße. Auch mit der Installation einer neuer Kältemaschine – nicht zu verwechseln mit einer Klimaanlage – um die Raumluftverhältnisse zu verbessern. Die Mitglieder des gemeinsamen Schul- und Betriebsausschusses haben sich am Dienstag trotzdem für diese Variante entschieden.

„Es ist die bestmögliche Lösung, mit der wir sofort anfangen können. Es ist ein Signal an Schüler, Lehrer und Eltern“, so Benedikt Striepens (Grüne), Vorsitzender des Schulausschusses.

Kältemaschine ist günstigste Variante

David Sauss von der Technischen Universität (TU) Braunschweig, der sich mit Kollegen seit Mitte 2016 damit befasst, eine Lösung für die zu hohen Temperaturen und die schlechte Luftqualität in den Klassenräumen zu finden (wir berichteten), empfahl der Politik die Installation der Kältemaschine.

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Es sei die technisch einfachste und zugleich finanziell günstigste Variante, wieder für ein gutes Klima zu sorgen. Der Einbau kostet circa 150.000 Euro. Die Kältemaschine kühlt die Zuluft von außen, die in die Räume eingeleitet wird. So soll es in den Klassenzimmern immer etwas kälter sein als draußen. „Wir versuchen dabei, die hohen Temperaturspitzen wegzukühlen“, erklärte Sauss.

Plan: Ab Mai in Betrieb

Etwas Kopfzerbrechen machte einigen Ausschussmitgliedern und auch Schulleiter Hubertus Steiner, dass die Anlage erst im Betrieb richtig eingestellt werden könne. „Try and Error“, nannte Steiner es. Der Experte der TU erwiderte: „Was Sie ‚Try and Error‘ nennen, ist die Betriebsoptimierung. Die muss kleinschrittig erfolgen.“

Ein Vorteil der Kältemaschine ist es, dass sie durch die hauseigene Photovoltaik-Anlage betrieben werden kann. „Die Anlage erzeugt ungefähr doppelt so viel, wie benötigt wird“, so Sauss.

Jetzt müsste noch an einigen Stellschrauben gedreht werden, zum Beispiel soll die Maschine vandalismussicher eingebaut werden. Im Mai könne die Anlage in Betrieb gehen, so Frank Adamietz vom Kommunalbetrieb. 

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