Senioren-Wohnanlage in Werne: Sanierung dauert

Per Pedes an Alter Münsterstraße

Wann ist die Senioren-Wohnanlage "Per Pedes" an der Alten Münsterstaße 10 in Werne fertig? Wann folgt die Einweihung nach dem Umbau des mehr als 40 Jahre alten Terrassenhauses? Das wollten wir von Projektentwickler Lothar Heinze wissen. Die Antwort: Man habe sich schlichtweg verschätzt.

WERNE

, 10.01.2017, 17:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Fertigstellung der seniorengerechten Wohnanlage Per Pedes an der Alten Münsterstraße verzögert sich weiterhin.

Die Fertigstellung der seniorengerechten Wohnanlage Per Pedes an der Alten Münsterstraße verzögert sich weiterhin.

„Per Pedes“ („Zu Fuß“) ist zwar schon zur Hälfte bewohnt, doch die Einweihung lässt weiterhin auf sich warten: „Es hätte längst fertig sein müssen“, sagt Projektentwickler Heinze auf Anfrage unserer Redaktion. Man habe sich schlichtweg mit dem Aufwand der Sanierung vertan.

Ein Jahr Bauzeit hatten die Planer angesetzt, inzwischen sind zwei Jahre vergangen und die Arbeiten an der Wohnanlage mit 23 seniorengerechten Wohneinheiten sind noch nicht abgeschlossen.

"Einen Gerichtstermin gibt es nicht"

Dass sich unter den Eigentümern Ärger breitmacht, dafür hat Heinze von der Firma IBAC Consulting Werte und Wohnen Verständnis. „95 Prozent der Arbeiten sind zwar fertig, aber es fehlen immer noch Restarbeiten“, beklagt er. Unter anderem sind die Dachterrasse, die Balkone und der Fitnessraum nicht fertig.

Dass sich ein Eigentümer zu einer Klage habe hinreißen lassen, wie unsere Redaktion erfuhr, konnte er nicht bestätigen. „Das wüsste ich“, sagt er. Bisher habe der Bamberger Investor eine Mängelliste von einem Rechtsanwalt erhalten. „Aber einen Gerichtstermin gibt es nicht.“

Eigentümer-Gemeinschaft und Architekt treffen sich

Auch der Eigentümer Dietmar Wurst, dessen Eltern zu den ersten Bewohnern zählen, äußert seinen Unmut über die Verzögerung. „Wir sind alle nicht erfreut darüber, dass es nicht fertig wird“, sagt er. Daher trifft sich die Eigentümer-Gemeinschaft am kommenden Samstag mit dem Architekten.

Trotz der verzögerten Fertigstellung bereut die Familie Wurst allerdings nicht die Entscheidung über den Einzug. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht betonen, dass es die richtige Entscheidung war “, sagt der Sohn, dessen Eltern damals auf eine halbe Baustelle gezogen sind. „Alles ist fußläufig zu erreichen und die Jahres-Fahrleistung meines Vaters mit dem Auto ist auf 1000 Kilometer gesunken“, freut sich Dietmar Wurst. Obwohl der Schritt damals nicht leicht gefallen sei, meint er. Die Eltern gaben nach 40 Jahren ihr Häuschen auf.

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