Sim-Jü 2018: Forderung nach mehr Sicherheit am Partnerschaftszelt

Sim-Jü-Kirmes

Die Sim-Jü-Kirmes 2018 läuft vom 27. bis 30. Oktober. Im Vorfeld kam jetzt die Forderung nach mehr Sicherheit am Partnerschaftszelt auf. Hier habe es im Vorjahr Schwachstellen gegeben.

Werne

, 14.09.2018, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sim-Jü 2018: Forderung nach mehr Sicherheit am Partnerschaftszelt

Das Partnerschaftszelt sei eigentlich kein Partyzelt, sagt die Verwaltung. Hier ein Bild aus den vergangenen Jahren. © Dominik Gumprich (Archiv)

Das Ordnungsamt der Stadt Werne arbeitet aktuell an dem Sicherheitskonzept für die Sim-Jü-Kirmes 2018. Das Partnerschaftszelt, das während der Kirmestage auf dem Parkplatz Am Hagen steht, findet dabei in diesem Jahr besondere Beachtung: „Im Vorjahr gab es hier ein paar Sicherheitslücken“, die man nun schließen wolle, sagte Partnerschaftsbeauftragte Stephanie Viefhues am Donnerstagabend (13. September) vor Politikern im Ausschuss für Kultur, Sport und Partnerschaften.

So seien Besucher im vergangenen Jahr vermehrt durch den Notausgang in das Zelt gekommen. Zu voll wurde es dann, als Kirmesbesucher nach dem Stinkbomben-Vorfall im Bayernzelt in das kleinere nebenan zogen. „Und wenn man dann alleine als Verantwortliche da steht“, sei das durchaus risikoreich.

Sicherheitspersonal am Haupteingang

Nun rechne niemand mit einem ähnlichen Vorfall wie 2017, trotzdem aber wünscht sich die Partnerschaftsbeauftragte eigenes Sicherheitspersonal am Haupteingang, das bei zu vielen Besuchern sofort eingreifen könne. Eine offizielle Zahl, wie viele Menschen das Partnerschaftszelt überhaupt fassen kann, gibt es bei der Stadt derzeit nicht. „Das ermitteln wir gerade“, sagte Viefhues am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion.

Fest stehe nur: Das Partnerschaftszelt sei kein Partyzelt und dafür auch viel zu klein. „Hier wünschen wir uns eher den kulturellen Austausch“, sagt die Mitarbeiterin der Stadt.

Glaspfand im Gespräch

Zusätzlich zu einer Sicherheitskraft denke man über Glaspfand nach. Zu viele Gläser seien im Vorjahr mit nach draußen genommen worden. „Das verteilt sich dann übers ganze Gelände“ – ein Problem, das Jörg Weber von der CDU am Donnerstagabend eher dem Festzelt zuschrieb.

Ob die Neuerung dann für Fest- und für Partnerschaftszelt gilt, steht noch nicht endgültig fest, aber auch Ordnungsamtsleiterin Kordula Mertens bestätigte am Freitag, dass man durchaus überlege, ob Gläser und Flaschen die Zelte zur Kirmes überhaupt noch verlassen dürfen.

Klar ist aber schon jetzt, dass ein weiterer Toilettenwagen am Partnerschaftszelt aufgestellt werden soll – und Bauzäune in Richtung Horne, um Wildpinkler vom Fluss fernzuhalten.

Das fertige Sicherheitskonzept will die Stadt rechtzeitig vorstellen. Die Sim-Jü-Kirmes findet in diesem Jahr vom 27. bis zum 30. Oktober statt.

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