Das herrliche Wetter ließ die Besucher am Samstagabend besonders lange auf dem Kirmes-Gelände verweilen. © Jörg Heckenkamp
Volksfest an der Lippe

Sim-Jü in Werne: Ein Kirmes-Wochenende wie aus dem Bilderbuch

Strahlender Sonnenschein, strahlende Gesichter von Zehntausenden Besuchern - das Sim-Jü-Wochenende war ein Traum. Nur eine Sache entwickelte sich bisweilen zum Albtraum.

Es war ein Sim-Jü-Wochenende wie aus dem Bilderbuch. Strahlender Herbst-Sonnenschein, Temperaturen im zweistelligen Bereich, windstill. Diese äußeren Top-Bedingungen sorgten für einen wahren Ansturm auf Sim-Jü 2021. „Der erste Kirmestag war phänomenal“, meint etwas Schausteller-Sprecher Patrick Arens auf Anfrage der Redaktion.

Doch der Zulauf von zehntausenden von Volksfest-Freunden hatte in einer Hinsicht seine Schattenseiten. Denn Parkplätze waren sowohl am Samstag als auch am Sonntag knapp. Die Besucher, darunter auffallend viele aus der Umgebung wie Dortmund, Bochum, Kreis Coesfeld, Hagen, etc., mussten zum Teil längere Fußmärsche zwischen Park- und Festplatz in Kauf nehmen. Aber das war auch schon der einzige Schwachpunkt an einem ansonsten rundum gelungenen Sim-Jü-Wochenende.

Zehntausende Besucher an den ersten beiden Tagen

Bekanntlich ist Sim-Jü im vergangenen Jahr der Pandemie zum Opfer gefallen. Und auch dieses Mal äußerte sich der ein oder andere Werner im Vorfeld des Volksfestes etwas ängstlich, was mögliche Ansteckungsgefahren in großen Menschenmengen angeht. Doch diese Stimmen waren wohl nur eine winzige Minderheit. Stattdessen gierten Zehntausende Werner und ihre Gäste aus dem Umland nach Volksfest-Spaß.

Und so war bereits der Eröffnungstag, der Samstag, ein voller Erfolg. „Wir hatten vom Startschuss an um 14 Uhr bis tief in die Nacht guten Zuspruch, und das an allen Ständen und Bereichen der Kirmes“, sagt Schausteller Patrick Arens. „Das gute Wetter hat natürlich seinen erheblichen Teil dazu beigetragen.“ Auch am Sonntagmorgen war schon kurz nach der Eröffnung um 11 Uhr viel Volk auf den Beinen. Wiederum bei herrlichstem Wetter.

Mit der Einhaltung der 3G-Regeln ist das Ordnungsamt bislang sehr zufrieden: Hier die Corona-Schnelltest-Station an der Horne-Mühle.
Mit der Einhaltung der 3G-Regeln ist das Ordnungsamt bislang sehr zufrieden: Hier die Corona-Schnelltest-Station an der Horne-Mühle. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Doch Corona ist noch nicht vorbei, weshalb es bestimmte Regeln für den Besuch der Kirmes gibt. Allen voran die 3G-Regelung. Nur Geimpfte, Genesene oder Getestete dürfen aufs Kirmes-Gelände. Da das aber frei zugänglich ist, überprüft die Stadt stichprobenartig die Einhaltung der Vorschriften.

Dazu gibt es feste Stellen an den großen Eingangsbereiche sowie mobile Teams, die auf dem Kirmesgelände kontrollieren. „Wir haben am Samstag 6500 Besucher kontrolliert“, sagt Wernes Ordnungsdezernent Frank Gründken. Die Regelung, Überprüften ein Bändchen umzulegen, damit sie sich weitere Kontrollen ersparen können, sei sehr gut angekommen. „Die Leute kamen sogar offensiv auf uns zu und wollten ein Bändchen haben“, sagt Gründken.

In einigen Fällen hätten Kontrollierte nicht den 3G-Regeln entsprochen. „Die haben wir dann zurückgeschickt und auf die Schnelltest-Stationen verwiesen“, sagt Gründken. Auch das habe gut funktioniert. Bis zum frühen Sonntagnachmittag wären bereits wieder 1500 3G-Kontrollen durchgeführt worden.

Für den neuen Marktmeister Sven Bohne ist es die erste Sim-Jü, die er als Chef des Volksfestes zu verantworten hat. „Bisher ist es sehr gut gelaufen“, sagt er am Sonntagnachmittag auf Anfrage der Redaktion, „besser könnte mein Einstieg nicht sein.“ Er freut sich über den großen Andrang, der Samstag und Sonntag herrschte. „Man sieht, die Leute wollen einfach wieder raus, was erleben und Spaß haben“. Irgendwelche Probleme seien ihm bislang nicht zu Ohren gekommen.

Das bestätigt Ordnungsdezernent Frank Gründken: „Es ist bislang alles absolut friedlich und problemlos zugegangen.“ Ob auf Kirmes-Gelände selbst, ob auf der Sim-Jü-Party im Kolpingsaal – „keinerlei negative Rückmeldungen bis jetzt, im Gegenteil.“ Die Hälfte von Sim-Jü 2021 ist vorüber – besser hätte es bisher nicht laufen können.

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Redaktion Werne
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Jörg Heckenkamp