Simjü-Fußballspiel endet unentschieden: Entscheidend ist sowieso die dritte Halbzeit

Lange Kirmestradition

Bei 18 Grad und Sonnenschein hat Rainer Schulz am Freitag das Simjü-Fußballspiel eröffnet. Zum 47. Mal standen sich Werner Allstars und Schausteller gegenüber. Die Partie endete mit 2:2.

Werne

, 25.10.2019, 19:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Simjü-Fußballspiel endet unentschieden: Entscheidend ist sowieso die dritte Halbzeit

Souverän spielt Jugenddezernent Alexander Ruhe bei den Werner Allstars mit. Am Ende reichte es für den Sieg nicht. © Helga Felgenträger

Beste Wettervoraussetzungen herrschten am Freitag beim Simjü-Fußballspiel im Sportzentrum Dahl am Grote-Dahl-Weg. Entsprechend groß war der Besucherandrang, verzeichneten die Veranstalter rund 600 Besucher. „Das Ergebnis sei Nebensache“, wie Trainer Thomas Berndsen von den Werner Allstars zu Beginn des Spiels sagte.

Entscheidend ist die dritte Halbzeit

„Die Spieler sollen Spaß haben und sich nach Möglichkeit nicht verletzen.“ Er setzte auf die dritte Halbzeit, bei der die Schausteller und Werner Allstars gemütlich beisammen sitzen und das Spiel nochmal Revue passieren lassen. Berndsen fungierte erstmals als hauptverantwortlicher Trainer. Sein Vorgänger Rolf Bock, bei dem er viele Jahre als Assistent agierte, hatte im vergangenen Jahr bereits seinen Rücktritt erklärt.

Ein kleines Jubiläum feierte bei der 47. Begegnung Schausteller-Trainer Patrick Arens. „Als Zwölfjähriger durfte ich zum ersten Mal mitspielen“,ernnerte er sich.

Das war 1979. Das erste Simjü-Fußballspiel fand 1973 statt. Im Rückblick zieht er für die Schausteller eine positive Bilanz. „Wir sind meistens als Gewinner vom Platz gegangen.“ Er schätzt 60 zu 40 für die Schausteller.

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Sim-Jü Fußballspiel 2019 endet 2:2

Bei bestem Oktober-Wetter hat am Freitag Organisator Rainer Schulz das 47. Sim-Jü-Fußballspiel eröffnet. Wieder einmal standen sich die Werner Allstars, unter anderem Beigeordneter Alexander Ruhe, und die Schausteller gegenüber. Dabei kam es den Fußballer nicht unbedingt auf das Ergebnis an, wie Trainer Thomas Berndsen zu Beginn des Spiels bemerkte. "Hauptsache, es ist keiner verletzt und können die dritte Halbzeit noch genießen." Im Anschluss an das Spiel saßen die Gegner noch lange zusammen. Ausgegangen ist es dann 2:2.
25.10.2019
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Thomas Berndsen (r.) übernimmt das Traineramt von Rolf Bock. Rainer Schulz und der neue Sportdirektor Luitger Honé (l.) bedanken sich für seinen langjährigen Einsatz.© Helga Felgenträger
Zum 47. Mal begegneten sich die Mannschaften der Werner Allstars (rotes Trikot) und der Schausteller.© Helga Felgenträger
Vor dem Anstoß verabschiedete Rainer Schulz den langjährigen Trainer der heimischen Mannschaft Rolf Bock.© Helga Felgenträger
Rainer Schulz eröffnete das 47. Sim-Jü-Fußballspiel.© Helga Felgenträger
Rainer Schulz rief zur Gedenkminute für die verstorbenen Schausteller Rudolf Schütze und Hans-Peter Arens, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute.© Helga Felgenträger
In diesem Jahr pausierte Michael Bodenstein (r.) als Schiedsrichter.© Helga Felgenträger
Michael Bodenstein begrüßt den Schiedsrichter Max Wagenknecht (2.v.r.) und die Linienrichter Cafer Yilmaz und Marco Küster (r.).© Helga Felgenträger
Wieder dabei sind Hubert Hüppe und sein Sohn Nikolas.© Helga Felgenträger
Patrick Arens feierte am Freitag ein Jubiläum. Er war zum 40. Mal als Spieler und jetzt als Trainer dabei.© Helga Felgenträger
Im Betreuerteam waren wieder Carl Reckers und Bernd Haverkamp (r.).© Helga Felgenträger
Wieder dabei Markus Klimecki mit seinen Söhnen.© Helga Felgenträger
Die Spielerfrauen sorgten für die Getränke beim Spiel.© Helga Felgenträger
Den Ausgleichstreffer h für die Werner Allstars erzielt Lars Müller, WSC-Trainer, das 1:1.© Helga Felgenträger
Souverän spielt Alexander Ruhe bei den Werner Allstars mit.© Helga Felgenträger
Klaus Wortmann moderiert das Fußballspiel.© Helga Felgenträger
Thomas Berndsen ist zufrieden mit dem Spielverlauf.© Helga Felgenträger
Vor großem Publikum wurde das Fußballspiel ausgetragen.© Helga Felgenträger
Hubert Hüppe applaudiert den Werner Allstars.© Helga Felgenträger
Wie ein Fels in der Brandung stand Thomas Gebhardt im Tor.© Helga Felgenträger
Vor großem Publikum wurde das Fußballspiel ausgetragen.© Helga Felgenträger
Auch die Kleinen schauten fasziniert dem Fußballspiel zu.© Helga Felgenträger
Heidelore Fertig-Möller und Gottfried Forstmann sammelten für einen guten Zweck. Dazu gab es einen Roten und einen Klaren.© Helga Felgenträger
Familie Schulz hatte beim Losverkauf alle Hände voll zu tun.© Helga Felgenträger

Bodenstein übergibt Schiedsrichter-Amt an Max Wagenknecht

Der langjährige Schiedsrichter Michael Bodenstein gab aus Verletzungsgründen in diesem Jahr Max Wagenknecht den Vortritt. Als neuen Ehrenspielführer im Team stellte Organisator Rainer Schulz den Werner Augenarzt Luitger Honé vor.

Beim Losverkauf konnten sich Kirsten Schulz und ihr Sohn kaum retten, so groß war der Andrang. Auch Verkehrsvereinsvorsitzender Gottfried Forstmann und Museums-Fördervereinsvorsitzende Heidelore Fertig-Möller freuten sich über den großen Absatz ihrer geistigen Getränke, die die Besucher mit einer Spende honorierten.

Spenden für drei Einrichtungen

Der Erlös des Losverkaufs und der Spendeneinnahmen kommt in diesem Jahr drei Einrichtungen zu Gute: Dem Kloster für die Instandhaltungsarbeiten, einem Buchprojekt des Heimatmuseums sowie der Aktion „Alle gemeinsam - keiner einsam“, zu der Rebecca Gutzat und Martin Pausch an Heiligabend ins Jugendzentrum Juwel einladen.

Eine Gedenkminute legten die Fußballspieler und Besucher zu Beginn der Veranstaltung ein: Für Rudolf Schütze, der erst vor 14 Tagen beerdigt wurde, und für Hans-Peter Arens, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute, der im März dieses Jahres gestorben ist.

Lars Müller erzielt den ersten Ausgleichstreffer

Zu Ende ging die Partie mit einem 2:2. Die Treffer erzielten für die Werner Mannschaft WSC-Trainer Lars Müller und Manfred Tapken und für die Schausteller Fabio Bauer und Rudi Schutz. Einen besonderen Gag hatten sich die Veranstalter einfallen lassen. Auf der Mittellinie ließen sie eine Reihe Feiglinge aufstellen, die die Spieler mit Vorsicht umrunden mussten. Wer einen umwarf, musste ihn anschließend austrinken.

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