So soll der Werner Karnevals-Umzug sicher werden

Am 27. Februar

Nach dem Terroranschlag in Berlin wird verstärkt über die Sicherheit bei Massenveranstaltungen nachgedacht. Auch die Stadt Werne zieht für den anstehenden Karneval Konsequenzen: Beim Rosenmontagszug am 27. Februar versperren erstmals an mehreren Orten querstehende LKW die Zufahrt.

WERNE

, 24.01.2017, 06:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
So soll der Werner Karnevals-Umzug sicher werden

Beim Rosenmontagsumzug in Werne - hier ein Bild von 2015 - wurden bisher nur Absperrgitter aufgebaut. Nun sollen quer gestellte LKW die Zugangsstraßen blockieren.

Am 19. Dezember 2016 fuhr ein Attentäter mit einem gestohlenen LKW auf einem Berliner Weihnachtsmarkt in eine Menschenmenge und tötete zwölf Personen. Nach diesem Terroranschlag empfiehlt die Polizei, neuralgische Bereiche abzusperren.

Auch für die Rosenmontagszüge sind die Sicherheitsvorschriften angehoben worden, wie Organisator Hartmut Hartung von der Interessengemeinschaft Werner Karneval (IWK) auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt. Mit dem neuen Sicherheitskonzept befasste sich jetzt der Runde Tisch mit Ordnungsamt, Polizei, Sicherheitsdienst, Jugendamt, Streetwork und IWK.

In der Vergangenheit wurden die Straßen mit Absperrgitter verbarrikadiert. Nun sollen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks an drei Punkten die Zufahrt versperren: Steintor-Kreuzung (Hornebrücke), Kamener Straße (HEM-Tankstelle) und Stockumer Straße (Einmündung Wienbrede). Am Bült, einer weiteren Zufahrtsmöglichkeit, sollen Polizisten den Weg versperren. „Der Bült ist so kurvenreich, dass eine Beschleunigung nicht möglich ist“, sagt Hartung.

 

  • Durch Klicken auf die Plus- und Minus-Symbole können Sie rein- und raus-zoomen.
  • Wenn Sie auf die Markierungen klicken, erhalten Sie weitere Informationen.
  • Klicken Sie auf das Kasten-Symbol oben rechts, um die Karte im Vollbild-Modus zu betrachten.

 

Auch personell stockte die Stadt auf: Statt 70 wachen nun mehr als 100 Sicherheitskräfte über die Innenstadt.

Auf dem Kirchplatz steht wieder das Zelt der Streetworker, in dem Jugendliche während des Trubels eine Zuflucht finden können – falls sie eine Auszeit brauchen. Im Pfarrheim St. Christophorus baut der DRK-Ortsverein wieder seine Station auf.

Glasverbot gilt wieder

Die Koordinierung aller Sicherheitskräfte wird vom Alten Rathaus aus gesteuert. „Wie in den Vorjahren gilt auch dieses Mal wieder Glasverbot“, betont Hartung. Daher wurden auch die umliegenden Lebensmittelhändler gebeten, keinen Alkohol in Glasflaschen an Jugendliche abzugeben.

Toiletten stehen sowohl auf dem Kirchplatz als auch kleine Dixie-Klos auf dem Hagen, wo der Rosenmontagszug um 14.11 Uhr startet.

Bisher hat Hartmut Hartung insgesamt 28 Umzugsteilnehmer auf der Liste stehen, davon vier Fußgruppen. „Es dürfen noch mehr werden“, sagt er und bittet Interessenten, sich auf der Homepage der IWK anzumelden.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt