So soll es in Werne überall schnelles Internet geben

Stadt und Firma Muenet kooperieren

Das Internet ist langsam in den Außenbereichen von Werne. Das soll sich ändern. Am Freitag sicherte die Stadt der Firma Muenet ihre Unterstützung zu. Die will den Breitband-Ausbau in den Bauerschaften ab 2017 konsequent vorantreiben.

WERNE

, 02.12.2016, 19:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
So soll es in Werne überall schnelles Internet geben

Eine Kooperation der Stadt Werne und der Firma Muenet soll den Breitbandausbau in Wernes Bauernschaften ab 2017 vorantreiben.

Die Gemeinde Ascheberg hat es im Sommer vorgemacht. Die Anwohner der Bauerschaft Osterbauer gingen in Sachen Glasfaser-Ausbau in die Offensive. „Jetzt wollen wir nachlegen“, sagte Wernes Bürgermeister Lothar Christ während eines Pressetermins im Stadthaus.

Der Projektpartner ist derselbe: Die Muenet GmbH aus Rosendahl, deren Geschäftsführer Patrick Nettels am Freitag von einer regelrechten Diaspora in den Außenbereichen vieler Städte und Gemeinden sprach: „Die Geschwindigkeit liegt zum Teil bei zwei oder drei Mbit in der Sekunde.“ Zum Vergleich: Über schnelles Internet sprechen Fachleute bei 50 oder 100 Mbit pro Sekunde.

Die Menschen müssen dahinter stehen

Um das schnelle Netz in Werne zu realisieren, will die Firma ab 2017 mit Anwohnern aus den einzelnen Bauerschaften wie Varnhövel, Ehringhausen und Langern in Kontakt treten. Die Aufgabe der Stadt Werne soll es sein, Multiplikatoren zu finden – Leute, die vor Ort wohnen und andere Anwohner für das schnelle Internet begeistern. „Ohne die Unterstützung der Stadt würden wir das gar nicht machen“, sagte Nettels. „Wir brauchen Multiplikatoren, die Leute zusammentrommeln und das Ganze zu ihrem Projekt machen.“

Rohre selbst verlegen

Die Idee dahinter: Mithilfe von Traktor und Kabelpflug verlegen die Anwohner die Leerrohe für die Glasfaserkabel. Damit erledigen sie den teuersten Teil, den Tiefbau, selbst. Danach beginnt die Muenet GmbH mit ihrer Arbeit, bindet die Anschlüsse der einzelnen Haushalte ans Netz an.

Noch ist offen, wie viel Prozent der Haushalte sich pro Bauerschaft beteiligen müssen. „Aus der Erfahrung mit Ascheberg wissen wir aber, dass 70 Prozent realistisch sind“, so Nettels. Eine breite Akzeptanz müsse natürlich da sein, damit sich das Projekt wirtschaftlich realisieren lasse.

Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt ebenso, wie teuer ein Anschluss sein wird. Das Ziel ist laut Nettels, dass jeder Haushalt den Anschluss zu den gleichen Konditionen bekommt. Noch steht das Projekt ganz am Anfang. Erst fürs Frühjahr plant Muenet die ersten Infoveranstaltungen.

 

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