So werden derzeit Leitungen unter der Horne verlegt

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Seit Montag brummt es in Werne in der Abzweigung von der Horneburg hin zum Stadtsee. Die Unterführungsarbeiten für die neuen Strom- und Gasleitungen von Westnetz haben begonnen. Wir haben Informationen gesammelt und uns den Ablauf erklären lassen.

WERNE

, 03.04.2017, 18:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
So werden derzeit Leitungen unter der Horne verlegt

Mit einem lenkbaren Bohrkopf bohren die Arbeiter das Loch für die Gas- und Stromleitungen unter der Horne.

Wie genau funktionieren die Bohrungen?

Mit einer Maschine werden nach und nach Rohre in den Boden gestoßen. Daniel Gremme, ein Mitarbeiter der ausführenden Firma, erklärt es so: „Am einfachsten kann man es sich wie bei einem Zollstock vorstellen. Ganz ausgeklappt kann man ihn relativ gut biegen. Mit unseren Rohren funktioniert es ganz genau so.“ Der Bohrkopf besteht dabei aus mehreren verschraubbaren Einzelrohren, wobei die Einzelteile genau dann aufgeschraubt werden, wenn der Bohrkopf weit genug abgetaucht ist.

Wie kann man steuern, wohin der Bohrkopf sich bewegt?

An der Spitze befindet sich eine Sonde. Ein weiterer Mitarbeiter mit einem Messgerät kann damit genau verfolgen, wo sich der Kopf gerade befindet. Über Verstellungen an der Ausrichtung des Bohrkopfs kann die Richtung nach oben, unten, links und rechts verstellt werden. Der Richtungswechsel gelingt dann durch Stöße vom Bohrkopf nach der Neuausrichtung.

Woher kommt das Wasser in der Baugrube?

Keine Sorge, hier handelt es sich weder um Trink- oder Grundwasser noch Wasser aus der Horne. Das Bohrloch wird mit einem speziellen Gemisch ausgeschlemmt. Dieses zähflüssige Gemisch ist dichter als die abgetragenen Bodenschichten und trägt sie bei der Spülung mit nach draußen.

Die unterschiedlichen Farben, die man in der Grube sieht, kommen von unterschiedlichen Schichten. Gremme: „Die hellen Stellen sind zum Beispiel größtenteils Sand, die dunkleren bestehen dagegen aus Lehm.“

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Über welche Länge und Tiefe geht die Bohrung?

Mehr als 200 Meter Länge umfasst die Bohrung. Bei der Tiefe ist primär wichtig: „Wir müssen einen Mindestabstand von zwei Metern zum Bett haben, also der tiefsten Stelle des Bachs. Sonst könnte es zu Brüchen kommen.“

Wie lange dauern die Arbeiten an?

Gremme rechnet: „Bei der Art von Bohrung kann das gut und gerne vier bis fünf Tage dauern.“ Allerdings sei das nur eine Schätzung, da solche Verfahren relativ kompliziert sind.

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