Nach Gerüchten um erste Kündigung: Solebad-Chef Thöne hat mit Fluktuation gerechnet

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Eine Solebad-Mitarbeiterin soll wegen zu geringen Gehalts gekündigt haben, sagen die Linken. Bad-Chef Thöne wehrt sich, hat aber mit einer Fluktuation gerechnet - doch nicht wegen des Gehalts.

Werne

, 20.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Eine Mitarbeiterin soll das Solebad aus finanziellen Gründen verlassen haben, erklärte Martin Pausch, Sprecher des Ortsverbands der Linken in Werne, am Montagmittag. Doch was ist wirklich dran?

„Personalangelegenheiten kommentieren wir nicht“, sagt Bad-Leiter Jürgen Thöne, gesteht aber gleichzeitig: „Wir haben in allen Bereichen mit Fluktuation gerechnet.“ Erschüttern tut ihn das allerdings nicht.

Thöne: „Es dauert, bis sich ein neues Team einspielt“

„Es dauert immer eine gewisse Zeit, wenn sich ein ganz neues Team einspielen muss. Da gibt es immer ein Kommen und Gehen“, so Thöne. Damit habe man in einem neuen Betrieb gerechnet.

Etwa ein Jahr bis anderthalb Jahre dauere es, bis sich solch ein neues Team gefunden habe, so Thöne. Daran, dass das Solebad seinen Mitarbeitern keinen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVÖD) bietet, liege das aber nicht.

Mal seien es persönliche Gründe, mal passen die Arbeitszeiten nicht und mal wolle man doch etwas anderes: Die Umstände, warum Angestellte ein neues Unternehmen wieder verlassen könnten, seien vielfältig, so Thöne.

„Bei den Mitarbeitern ist das Finanzielle kein Thema“, sagt er. Im Gegenteil: Das Solebad habe keine Probleme gehabt, Mitarbeiter einzustellen und auch für die aktuell offene Stelle gebe es bereits Bewerber. Das Solebad fühlt sich also gerüstet für die Zukunft mit seinen 30 Mitarbeitern.

Die Linken fordern attraktivere Arbeitsbedingungen

In einem öffentlichen Schreiben hatte Martin Pausch (Die Linke) kritisiert, dass die erste Mitarbeiterin wegen finanzieller Gründe gekündigt habe und forderte die Einführung des Tarifvertrags nach TVÖD im Solebad.

„Wenn die Stadt Werne nun denkt, das ist ein Einzelfall, dann sind wir der Meinung, dass es in Zukunft noch mehr Kündigungen geben wird und die Mitarbeiter zu anderen Bädern wechseln werden, da dort attraktivere Bedingungen herrschen“, so Pausch.

Bereits vor Eröffnung des Solebads äußerten die Linken Bedenken geäußert, den Mitarbeitern keinen Tarifvertrag anzubieten.

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