Erste Mitarbeiter-Kündigung wegen zu geringem Gehalt? Linke fordern Solebad-Tarifvertrag

Solebad Werne

Das Solebad ist erst kurz geöffnet, doch laut dem Ortsverband der Linken hat die erste Mitarbeiterin aus finanziellen Gründen das Bad verlassen. Die Partei fordert: Es muss sich was ändern.

Werne

, 20.05.2019, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erste Mitarbeiter-Kündigung wegen zu geringem Gehalt? Linke fordern Solebad-Tarifvertrag

Impressionen vom zweiten Badetag des neuen Solebades bei bestem Wetter am 15. April 2019. © Jörg Heckenkamp

Schneller als erwartet soll die erste Mitarbeiterin im Solebad schon wieder gekündigt haben. Das schreibt zumindest Martin Pausch, Sprecher des Ortsverbands der Linken in Werne.

„Ein Solebad Werne ohne Tarifvertrag nach TVÖD ist auf Dauer ein Solebad ohne gutes Personal“, heißt es in dem Schreiben. Die „sehr gute Mitarbeiterin“, wie sie genannt wird, soll zu einem Bad nach Kamen gewechselt sein, da dort nach Tarifvertrag bezahlt werde.

Die Linke: „Nicht am Personal sparen“

„Wenn die Stadt Werne nun denkt, das ist ein Einzelfall, dann sind wir der Meinung, dass es in Zukunft noch mehr Kündigungen geben wird und die Mitarbeiter zu anderen Bädern wechseln werden, da dort attraktivere Bedingungen herrschen“, so Pausch.

Jetzt lesen

Bereits vor der Solebad-Eröffnung habe die Partei Bedenken geäußert, den Mitarbeitern keinen Tarifvertrag anzubieten. „Wenn man so ein Bad baut, sollte man nicht am Personal sparen“, schreibt Pausch im Namen der Werner Linken.

Linke befürchten Mehrkosten für städtischen Haushalt

„Das ist das Sparen am falschen Ende und birgt das zu große Risiko, dass der Zuschuss (seitens der Stadt; Anm. d. Redaktion) noch höher ausfällt als geplant.“

Aus diesem Grund fordern die Linken nun erneut die Einführung eines Tarifvertrages nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVÖD).

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Ruhr Nachrichten Polizeieinsatz an Flüchtlingsheim

Jäger am Flüchtlingsheim kann Aufregung nicht verstehen: „Er hat sogar noch nett gegrüßt“