Wieder Vandalismus in Werne, wieder rund um das Solebad - Denkmal an der Saline zerstört

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Die Vandalismus-Reihe rund um das Werner Solebad will nicht abreißen. Nach eingeschlagenen Scheiben und gesprühten Graffiti haben Täter jetzt eine Statue zerstört.

Werne

, 07.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Rund um das drei Wochen alte Werner Solebad sammeln sich die Vandalismus-Fälle mehr und mehr an. Nach drei Fällen innerhalb von einer Woche, haben Unbekannte nun ein Denkmal der Herzsportgruppe des Werner SC an der Saline zerstört.

„Das ist total ärgerlich“, sagt Angelika Henser, Leiterin der WSC-Herzsportgruppe. Am Samstag, 4. Mai, hat sie das Denkmal zerstört aufgefunden, das aus drei Granitsteinen besteht, in denen silberne Herzen fixiert sind.

Eines dieser Herzen war bereits aus der Verankerung gerissen, „an einem weiteren hat man sich auch zu schaffen gemacht“, so Henser.

Wieder Vandalismus in Werne, wieder rund um das Solebad - Denkmal an der Saline zerstört

Das Herz wurde aus der Verankerung gerissen. © Mario Bartlewski

„Das ist schon ein komischer Zufall“, mutmaßt Henser. „Vielleicht steht das im Zusammenhang mit den Taten am Solebad“, vermutet sie. Dort wurden zuletzt zwei Scheiben des noch nicht fertiggestellten Kiosks eingeschmissen.

Sprayer beschmierten und zerstörten zudem beklebte Fotos des Verkehrsvereins auf Stromkästen und den Schaukasten des Restaurants Hornemühle am Solebad-Parkplatz.

Denkmal zum 30-jährigen Bestehen der Herzsportgruppe errichtet

„Durch die direkte Nähe zum Solebad kann es durchaus sein, dass die Fälle zusammenhängen“, sagt Polizeisprecher Thomas Röwekamp, gibt aber auch zu bedenken: „Das ist aber ein bisschen wie Kaffeesatz lesen.“

Egal, ob die Fälle zusammenhängen, oder nicht: Für Henser ist der Schaden ärgerlich. Das Denkmal hat der WSC 2017 zum 30-jährigen Bestehen der ersten Herzsportgruppe errichtet. Die drei Herzen stehen dabei für die drei Herzsportgruppen, die es mittlerweile gibt.

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„Das ist ein tolles Denkmal, an das die Leute gerne gehen, um mal innezuhalten“, sagt Henser. Als sie die Zerstörung am Samstag entdeckte, brachte sie das herausgerissene Herz in Sicherheit und nahm es mit nach Hause.

„Einen Tag später rief plötzlich die Polizei bei mir an“, so Henser. Ein Mitglied der Herzsportgruppe hatte die Zerstörung und den Diebstahl bei der Polizei gemeldet, die Henser als Leiterin der Gruppe informieren wollte.

Reparaturarbeiten sollen schnellstmöglich beginnen

„Ich habe dann aufgeklärt, dass das Herz bei mir liegt - darum muss sich zumindest keiner Sorgen machen“, so Henser. Anzeige habe man wegen des Vandalismus-Falls nicht erstattet.

Schon am Donnerstag, 9. Mai, soll die Reparatur beginnen, damit es so schnell wie möglich wieder an dem Platz steht, auf den es gehört: an den Rand der Saline zu den anderen beiden Herzen.

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