Sonnenstudios müssen auch schließen: Land bessert bei Coronaschutz nach

Coronavirus in Werne

Das Land NRW hat in Sachen Coronaschutzverordnung am Mittwoch (16. Dezember) noch einmal nachgelegt: Sonnenstudios müssen nun auch geschlossen bleiben, Einschränkungen gibt es auch für Handyläden.

Werne

, 16.12.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Frank Gründken, hier bei einer Pressekonferenz der Stadt im März, leitet den Werner Krisenstab.

Frank Gründken, hier bei einer Pressekonferenz der Stadt im März, leitet den Werner Krisenstab. © (A) Jörg Heckenkamp

Das Land hat am Mittwochmorgen (16. Dezember) eine neue Coronaschutzverordnung sowie eine zusätzliche -betreuungsverordnung und eine Verordnung für die Fleischwirtschaft veröffentlicht. Damit kommen landesweit und auch in Werne weitere Betriebe dazu, die nun ebenfalls ab sofort offiziell geschlossen bleiben müssen.

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Für Werne betrifft das insbesondere die Sonnenstudios, die in der Aufzählung neben Schwimm- und Spaßbädern und Thermen in der Aufzählung vergessen worden waren. „Da gibt es an der ein oder anderen Stelle eine Klarstellung, aber die Sonnenstudios waren das Markanteste“, so Ordnungsdezernent Frank Gründken. Analog zur Situation im Frühjahr müssen auch Handyläden schließen mit Ausnahme von Reparaturarbeiten an Handys und dem Austausch defekter Geräte. Neuverträge etwa dürfen nicht abgeschlossen werden. In erster Linie, so wiederholt Gründken, seien die Händler in der Verantwortung, die Einhaltung der Regeln sicherzustellen.

Neue Regeln auch für Reisebüros und Wohnungslosenhilfen

Andere Aspekte, die hinzugekommen sind, aber für Werne weniger Relevanz haben: Reisebüros in Shoppingcentern müssen schließen, Wohnungslosenhilfen fallen jetzt unter die Kategorie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, die einheitliche Schutzmaßnahmen treffen müssen.

Am Dienstag (15. Dezember) hatte das Ordnungsamt die in der Stadt zwecks Kontrollen eingesetzten Mitarbeiter geschult, auf welche zusätzlichen Auffälligkeiten und Geschäfte sie im Rahmen der härteren Lockdown-Regeln ein verstärktes Augenmerk legen müssen. „Im Moment scheint alles ruhig zu sein. Es geht alles seinen gewohnten Gang“, sagt Gründken. „Wir gucken, wie sich das alles entwickelt.“ Donnerstagmorgen (17. Dezember) wird sich die Stadt Werne mit dem Kreis Unna und den Kreisstädten virtuell zusammenschalten, um die Fragen, die in den Kreisstädten mit Blick auf die verschärften Lockdown-Regeln noch offen sind, weitestgehend zu klären.

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