Sportzentrum im Dahl soll umfangreich saniert werden – mithilfe von Fördergeldern

Sportstätten

Die Stadt Werne plant die Sanierung des Sportzentrums Dahl. Ein Kunstrasenplatz soll den Ascheplatz ersetzen. Um die Ideen umzusetzen, hofft die Verwaltung auf die Förderung des Bundes.

Werne

, 20.12.2018, 13:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sportzentrum im Dahl soll umfangreich saniert werden – mithilfe von Fördergeldern

Das Sportzentrum im Dahl soll modernisiert werden. Der Asche- soll durch einen Kunstrasenplatz ersetzt werden. All das soll mithilfe von Fördergeldern geschehen. © Helga Felgenträger (A)

Der Ascheplatz im Sportzentrum Dahl ist stark sanierungsbedürftig. Zuletzt 2017 wurde hier neue Asche aufgetragen. Das hat allein 25.000 Euro gekostet, wie Dezernent Alexander Ruhe erklärt.

Es sind Kosten, die jährlich anstehen und nicht gerade nachhaltig sind. Deswegen plant die Stadtverwaltung, dort einen Kunstrasenplatz zu installieren. Darüber hinaus sollen der Bolzplatz und die Streetball-Anlage modernisiert werden. All das soll mithilfe von Fördermitteln des Bundes gelingen.

Die hiesigen Vertreter der Ratsfraktionen, der Stadtsportverband und das Sportamt der Stadt haben sich einstimmig dazu entschlossen, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. Dabei musste es ganz schnell gehen. Eine Projektskizze über die geplanten Vorhaben musste die Verwaltung bis zum 19. Dezember beim zuständigen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat einreichen. Die sei sehr zeitintensiv gewesen, erzählt Ruhe. Doch die Arbeit könnte sich lohnen.

90 Prozent könnten gefördert werden

Denn von den gesamten Investitionskosten, die die Verantwortlichen auf 1,5 Millionen Euro schätzen, könnte der Bund 90 Prozent geben. „Bei solch einer Förderung wäre es fahrlässig, wenn wir es nicht probieren würden“, sagt Ruhe.

Die Finanzspritze hängt aber auch von dem vorgelegten Konzept ab. Demnach fördert der Bund Sanierungen und den Ausbau von Einrichtungen der sozialen Infrastruktur. Diese müssen integrative Ansätze verfolgen, barrierefrei sein und unter energetischen Gesichtspunkten erfolgen. „Es würde nicht reichen, nur den Asche- durch einen Kunstrasenplatz zu ersetzen“, erklärt Ruhe den ganzheitlichen Ansatz als Voraussetzung für eine Förderung.

Nicht nur die Sportvereine sollen von dem sanierten Sportzentrum profitieren. „Wir erhoffen uns dadurch auch, dass wir Pluspunkte für die neue Wiehagenschule und die Kita am Dahl erzielen können“, sagt Ruhe. Und für die Sportvereine SV Stockum und Eintracht Werne könnte der neue Kunstrasenplatz weniger Trainings- und Spielabsagen bedeuten. Derzeit sind die Asche- und Rasenplätze aufgrund der Witterung gesperrt. Auch wenn der neue Kunstrasenplatz entsteht, bleibt der Ascheplatz in Stockum erhalten.

Entscheidung fällt im Februar

Jürgen Zielonka, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, freut sich über die Planung: „Wir sehen es als wichtigen Baustein in der Sportstättenzielplanung an.“ Die Verantwortlichen peilen eine Fertigstellung des Kunstrasenplatzes für 2020 an. In den Folgejahren sollen dann sukzessive die Umkleidegebäude im Dahl saniert und der Bolz- und Streetballplatz modernisiert werden.

Ob die Stadt die Fördermittel vom Bund bekommt, entscheidet sich im Februar 2019. Erst dann wird laute Ruhe der konkrete Finanzplan festgelegt. Zuvor ist aber ein Ratsbeschluss nötig. Daraus muss hervorgehen, dass die Maßnahme nach Erhalt der Fördermittel und mit dem Eigenanteil von 10 Prozent auch umgesetzt wird. Ein Beschluss soll im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses am Dienstag, 8. Januar, 17.30 Uhr, erfolgen.

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